Mehrheit der Investoren tätigt Immobilieninvestments
nach einem ESG-Ansatz

„Um für den Anleger eine Vergleichbarkeit am Markt zu schaffen, ist ein kontinuierliches Monitoring und die transparente Kommunikation des Fortschritts nach außen bei Umsetzung der ESG-Strategie für uns ein Muss,“ fasst Cita Born, ESG-Beauftragte der IMMAC group, die unternehmensübergreifende Implementierung von ESG im Unternehmen zusammen. Sie erläutert die ESG-Strategie von Immac im Rahmen der Auswertung einer Umfrage von EXXECNEWS INSTITUTIONAL zum Investment professioneller Investoren in nachhaltige Immobilien.

Der Grundgedanke unserer ESG-Strategie ist die konsequente Ausrichtung der IMMAC group im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und der darin aufgestellten 17 Ziele, den sogenannten Sustainable Development Goals, oder kurz: SDGs. Seit ihrer Einführung durch die UN im Jahr 2015 dienen sie als Guideline für das Schaffen einer nachhaltigen Welt und genießen international höchste Anerkennung.

Die ESG-Strategie der IMMAC group ist fest in unsere Führungsprozesse integriert und wirkt damit über das gesamte Unternehmen und durch alle Geschäftsprozesse hindurch. Der Fokus wurde dabei auf 9 der 17 SDGs gelegt: SDG3 Gesundheit und Wohlergehen, SDG4 Hochwertige Bildung, SDG7 Bezahlbare und Saubere Energie, SDG8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG9 Industrie, Innovation und Infrastruktur, SDG11 Nachhaltige Städte und Gemeinden, SDG12 Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster, SDG13 Maßnahmen zum Klimaschutz sowie das SDG17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

Die IMMAC group sieht sich beim Thema Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren in der Verantwortung und stellt bei jedem Ankaufsvorhaben stets die Frage: „Ist das Objekt für eine nachhaltige Investition geeignet?“ Nachhaltige und langfristige Investitionen bilden damit den Grundstein der Unternehmensvision. ESG und das damit einhergehende umwelt- und sozialverträgliche unternehmerische Handeln ist eine übergeordnete Thematik, die in die bereits bestehenden nachhaltigen Strukturen der IMMAC group integriert wurde und seit rund einem Jahr fester Bestandteil im Unternehmen ist.

Im Zuge unserer ESG-Strategie haben wir einen Maßnahmenkatalog entwickelt, der konkrete Aufgaben und den entsprechenden Zeithorizont zur Umsetzung enthält. Die Aufgaben erstrecken sich dabei über alle Bereiche des Unternehmens. Für die Umsetzung wurden eigene Projektteams, sogenannte Units, mit jeweils bereichsspezifischen Expertinnen und Experten gebildet. Die Integration der einzelnen Ziele und Aufgaben in verschiedene Projektteams sorgt für eine Verankerung sowie Identifikation der ESG-Thematik im gesamten Unternehmen und unter allen Mitarbeitenden.

Neben der Aufstellung und anschließenden Umsetzung einer ESG-Strategie ist ein laufendes Monitoring wichtig, um den Fortschritt messen und eine Vergleichbarkeit am Markt herstellen zu können. Gegenüber unseren Stakeholdern kommunizieren wir unseren Fortschritt in der Umsetzung der Strategie in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht und stellen so die Transparenz und Kommunikation rund um das Thema ESG nach außen sicher. Darüber hinaus sind wir Mitglied der Initiative ECORE (ESG Circle of Real Estate) und unterstützen das Ziel, einen einheitlichen Analysestandard im Immobiliensektor zu etablieren. Als Fondsemittent wie auch als Bestandshalter von Immobilien ist ECORE für uns eine sehr Mehrwert schaffende Initiative. Über ein eigens entwickeltes Tool wird eine standardisierte Datenabfrage möglich und es lassen sich Vergleichswerte zu anderen Objekten ziehen. Gleichzeitig dient es auch der Bestandsaufnahme des eigenen Portfolios und der Kontrolle der unternehmensinternen Fortschritte in Hinblick auf unsere ESG-Strategie. Zudem schätzen wir an der Initiative den kooperativen Ansatz, sich auf Augenhöhe auszutauschen und sich mit Dienstleistern zur Unterstützung und Umsetzung unserer Ziele zu vernetzen.

Die von uns gemeinsam mit EXXECNEWS INSTITUTIONAL durchgeführte Umfrage unter Investoren zeigt, dass die Mehrheit in den vergangenen 12 Monaten Immobilieninvestments nach einem ESG-Ansatz getätigt hat. Pflegeimmobilien lagen dabei mit 51 Prozent auf Platz zwei der im Bereich ESG getätigten Investments. Ebenfalls mehr als die Hälfte der Befragten erwarten aus diesen investierten Projekten positive ökologische und soziale Wirkungen. Dies bestätigt einmal mehr, dass sich Pflegeimmobilien immer größerer Beliebtheit erfreuen. Die Assetklasse der Gesundheits- und Sozialimmobilien hat sich bereits in der Vergangenheit mehrfach als krisenresistent erwiesen. Auch wenn in aktueller Marktlage diesmal auch der Pflegesektor von steigenden Energie- und Lebensmittelkosten stark betroffen ist, so fangen bereits heute erste Rettungsschirme des Bundes einen Teil dieser zusätzlichen Kosten auf. Zudem gilt es in einen gemeinsamen Austausch mit allen Stakeholdern zu gehen und da, wo Probleme auftreten, nach Lösungsansätzen zu arbeiten. In Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit gilt es, nicht nachzulassen und trotz der aktuellen Herausforderungen weiter an den Zielen zu arbeiten. Denn die Umfrage ergab auch, dass 70 Prozent der Befragten das Angebot an nachhaltigen Immobilieninvestments aktuell als zu gering betrachten und zeitgleich ihr Engagement in diesem Bereich weiter ausbauen möchten. Um hier ein entsprechendes Angebot zu schaffen, müssen alle gemeinsam sowie branchenübergreifend an einem Strang ziehen. Auch können nur auf diese Weise die UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 erreicht werden. Dies tun wir bereits heute gemeinsam mit unseren Stakeholdern, wie auch IMMAC-Vorstand Jens Wolfhagen bestätigt: „Wir arbeiten ebenso für den Nutzen der Kundinnen und Kunden in den von uns umgesetzten Pflegeeinrichtungen, wie auch für das eingesetzte Personal und die Nachhaltigkeitsziele unserer Investoren. Dabei gehen wir sorgsam mit den aktuellen Marktrisiken um“.

Cita Born

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