Künstliche Intelligenz: Investieren in Stars aus der zweiten Reihe

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger in den Medien, in Wirtschaftskreisen und in der Forschung auftaucht. Während viele Anleger bereits auf bekannte Namen wie Google, Apple oder IBM setzen, gibt es eine Vielzahl von Unternehmen aus der zweiten Reihe, die hochspezialisierte Lösungen im Bereich der KI entwickeln. Diese Unternehmen bieten interessante Investmentchancen und könnten die unauffälligen Stars von morgen sein. Aber wie erkennt man diese potenziellen Gewinner?

Künstliche Intelligenz transformiert nahezu jeden Aspekt unseres Lebens, von der Medizin bis zur Automobilindustrie, von der Logistik bis zur Finanzwelt. KI-Systeme sind zunehmend in der Lage, komplexe Aufgaben zu lösen, die bisher dem menschlichen Intellekt vorbehalten waren. Mit der wachsenden Datenmenge und der immer leistungsfähigeren Hardware beschleunigt sich dieser Trend. Der Markt für KI ist dementsprechend im Wachstum begriffen, und die Anwendungsfelder werden immer vielfältiger. Das bedeutet, dass Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, ein enormes Wachstumspotenzial haben.

Für Anleger bietet KI mehrere Vorteile. Zum einen gibt es die Möglichkeit einer hohen Rendite, da Unternehmen, die KI-Lösungen erfolgreich an den Markt bringen, oft rasantes Wachstum verzeichnen. Zum anderen ist KI eine Technologie, die branchenübergreifend eingesetzt wird, was zusätzliche Diversifikation ins Portfolio bringt. Darüber hinaus ist die KI-Branche weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen, da die Technologie in Krisenzeiten ebenso gefragt ist wie in Boomphasen.

Den Blick über den Tellerrand wagen

Während die meisten Anleger auf die großen, etablierten Technologieunternehmen setzen, gibt es eine Vielzahl von kleineren Unternehmen, die innovative und hochspezialisierte KI-Lösungen entwickeln. Diese Unternehmen sind oft nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit, was bedeutet, dass ihre Aktien unterbewertet sein könnten. Wie findet man nun solche Unternehmen? Erstens durch intensive Recherche. Publikationen, Blogs und Fachzeitschriften im Bereich der KI sind gute Quellen für die Identifizierung von potenziellen Investmentkandidaten. Zweitens durch Netzwerke: Kontakte in der Industrie können wertvolle Einblicke in weniger bekannte, aber vielversprechende Unternehmen bieten. Drittens durch den Einsatz von spezialisierten Investmentfonds oder Beratern, die Expertise im Bereich KI haben.

Von Landwirtschaft über Energieeffizienz bis zur Gesundheit

Es existiert eine Reihe von Segmenten, in denen besonders viele versteckte Perlen zu finden sind. Während der Einsatz von KI in Branchen wie der Automobilindustrie oder der Finanzwelt oft im Rampenlicht steht, wird ihr Potenzial beispielsweise in der Landwirtschaft oft übersehen. Von Drohnen, die Ernteüberwachung betreiben, bis zu automatisierten Systemen für die Tierhaltung bietet die KI enorme Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit. Auch die Energieeffizienz von KI-Systemen steht im Fokus. Die Rechenleistung, die für KI-Systeme benötigt wird, kann beträchtlich sein, was einen erheblichen Energieverbrauch zur Folge hat. Unternehmen, die Wege finden, die Energieeffizienz von KI-Systemen zu verbessern, könnten einen entscheidenden Vorteil haben, insbesondere im Hinblick auf die weltweiten Bemühungen um den Klimaschutz. Mit dem demografischen Wandel wird auch die Pflege älterer Menschen zu einer immer größeren Herausforderung. KI kann dabei eine entscheidende Rolle spielen, beispielsweise durch die Überwachung von Gesundheitsdaten oder durch Assistenzroboter, die bei der Bewältigung des Alltags helfen.

Auch in der zweiten Reihe existieren erfolgreiche Marktführer

Ein Beispiel für einen Star aus der zweiten Reihe mit Fokus auf die Energieeffizienz ist Super Micro Computer. Das in San Jose (Kalifornien) ansässige Unternehmen hat sich auf Servertechnologie und Green Computing spezialisiert und hat sich als einer der führenden Anbieter in der Serverbranche etabliert. Das Unternehmen ist besonders für seine hocheffizienten und anpassbaren Serverlösungen bekannt. Mit dem Fokus auf Green Computing strebt Supermicro danach, Produkte mit hoher Energieeffizienz zu liefern, was angesichts der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit immer relevanter wird.

FICO wiederum ist ein Anbieter von prädiktiver Analytik und Softwarelösungen für Entscheidungsmanagement und unterstützt Unternehmen in mehr als 90 Ländern dabei, bessere Entscheidungen für mehr Wachstum, Profitabilität und Kundenzufriedenheit zu treffen. Die Analytik-Softwarelösungen und -Tools des Unternehmens werden in den verschiedensten Branchen verwendet, um Risiken zu verwalten, Betrugsfälle zu verringern, profitablere Kundenbeziehungen aufzubauen, Abläufe zu optimieren und strenge aufsichtsrechtliche Vorgaben zu erfüllen. FICO besitzt den größten Marktanteil bei Analytik-basierter Software für Betrugserkennung.

Viele Investitionsmöglichkeiten KI ist mehr als nur ein Buzzword. Es ist eine transformative Technologie mit enormem wirtschaftlichem Potenzial. Für Anleger, die bereit sind, ihre Hausaufgaben zu machen und über den Mainstream hinauszuschauen, bieten Unternehmen aus der zweiten Reihe des KI-Sektors spannende Investitionsmöglichkeiten. Diese Unternehmen entwickeln spezialisierte Lösungen, die den Markt revolutionieren könnten, und bieten die Chance auf hohe Renditen. Doch wie bei jeder Investition ist es entscheidend, gründliche Recherchen anzustellen und, falls nötig, Expertenrat einzuholen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Es gibt zahlreiche weniger beachtete Aspekte in der Künstlichen Intelligenz, die großes Potenzial für Innovation und Wachstum bieten. Für Anleger, die sich die Zeit nehmen, diese Bereiche genauer zu erforschen, können sich somit potenziell lukrative Investitionsmöglichkeiten ergeben.

Unsere Autoren Christian Hintz und Tilmann Speck sind Portfoliomanager im Expertenteam des „AI Leaders“, einem global investierenden Aktienfonds mit dem Fokus auf Anbieter und Anwender Künstlicher Intelligenz. Sie setzen den „TOPAS“-Algorithmus des Risikomanagers ELAN Capital-Partners ein. https://ai-leaders.de

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