Aktuelle Beiträge zur privaten Kapitalanlage

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Bild eines Arztes, der einen KI nutzt und mit einem 3D Scan einen Körper über ein Hologram aufruft.

KI in der Medizin

Welche Rolle spielt die KI in der Medizin?Was sind die größten Trends im Gesundheitsmarkt? Und wo liegen die größten Investmentchancen?

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Analyzing healthcare insurance data growth for medical financial insights using virtual graphs. Concept Healthcare Insurance Data, Growth Analysis, Financial Insights, Virtual Graphs, Medical Sector

Healthcare Investment

Der Gesundheitssektor steht vor einer fundamentalen Neuausrichtung und machen Healthcare Investment zu einem bedeutsamen Thema. Steigende Nachfrage, technologische Fortschritte und

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Das Basisinformationsblatt

Das Basisinformationsblatt – kurz BIB – über Kapitalanlagen ist Standard und neben dem Verkaufsprospekt zwingend vorgeschrieben. Kurz und knapp und

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Bedeutung von Sachwertinvestments der Assetklasse Healthcare

Warum die Bedeutung von Sachwertinvestments der Assetklasse Healthcare so groß ist, erläutert Florian Bormann, Geschäftsführer der Immac GmbH. Zukunftssichere Investitionen in Healthcare Pflegeimmobilien In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und volatiler Finanzmärkte bieten Sachwert-Investments im Bereich Pflegeimmobilien eine attraktive und zukunftssichere Anlageoption. Diese Investments verbinden die Stabilität und Wertbeständigkeit von Immobilien mit den Wachstumschancen des demografischen Wandels. Stabilität durch Diversifikation Ein diversifiziertes Portfolio ist entscheidend zur Risikominimierung. Der „IMMAC Immobilien Renditedachfonds“ verkörpert dies eindrucksvoll: Durch die Investition in verschiedene Fonds der IMMAC group wird das Risiko breit gestreut. Anleger profitieren von stabilen Einnahmen aus langfristigen Mietverträgen in Pflegeeinrichtungen und vom Wachstumspotenzial in den Bereichen betreutes Wohnen, Rehabilitation und Hotellerie (Healthcare). Attraktive Renditen und Inflationsschutz Betreiberimmobilien zeichnen sich durch stabile und planbare Cashflows aus, selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Langfristige Mietverträge über 20 Jahre und mehr bieten zusätzliche Sicherheit und beinhalten Inflationsanpassungen, was stabile Einnahmen über die Jahre hinweg garantiert. Diese Eigenschaften machen Betreiberimmobilien zu einer ausgezeichneten Alternative zu traditionellen Anlagen wie beispielsweise Rentenversicherungen. Langfristige Perspektiven und gesellschaftliche Relevanz Der demografische Wandel in Deutschland führt unabhängig vom Konjunkturverlauf zu einem wachsenden Bedarf an Pflegeeinrichtungen und betreutem Wohnen. Laut Studien werden jährlich 20.000 neue Pflegeplätze benötigt. Diese steigende Nachfrage lässt eine langfristige Auslastung der Immobilien vermuten und unterstreicht ihre gesellschaftliche Bedeutung. Investitionen in Pflegeimmobilien leisten einen wertvollen Beitrag zur Deckung des Pflegeplatzbedarfs und tragen zur sozialen Stabilität bei. Fazit In einer Zeit, in der Stabilität und Beständigkeit gefragt sind, erweisen sich Pflegeimmobilien als verlässliche und rentable Investitionsmöglichkeit, die zudem einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leistet. Anleger, die auf der Suche nach stabilen und nachhaltigen Erträgen sind, finden in dieser Assetklasse eine lohnende Investition. ◆ Florian M. Bormann ist Geschäftsführer der IMMAC Immobilienfonds GmbH. www.immac.de

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Gelber Hintergrund, darauf ein Schriftzug "Time to Recover" bezogen auf die Sachwerte Investments

Sachwerte Investments sind attraktive Anlageoption

Revitalisierung: neues Leben für alte Wohnungen. Sachwerte Investments sind aus unserer Sicht eine attraktive Anlageoption für Investoren, die nach stabilen Erträgen, langfristigem Wachstum und Inflationsschutz suchen. Nicht umsonst fokussieren wir uns als Emissionshaus bewusst seit nunmehr 17 Jahren auf Investitionen im Markt deutscher Bestandswohnimmobilien, welcher besonders in der aktuellen Zeit interessante Investitionsmöglichkeiten bietet: Die derzeit geringe Neubauaktivität von Immobilien ist für alle, die Objekte im Bestand haben, eine große Chance. Das bestätigt auch Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Bonn. Vor allem der unsanierte Bestand ist aus Sicht des Professors für Investoren chancenreich – schließlich gilt es, der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum in Städten und verkehrsgünstig gelegenen Randlagen gerecht zu werden. Eine Revitalisierung von Bestand kann zeitnah Abhilfe schaffen, denn nachdem 2023 bereits 578 Immobilienentwickler in die Insolvenz geschlittert sind, gehen auch die größten Optimisten erst in einigen Jahren von einer Trendwende in der Baubranche aus. Und was macht die Politik? Mit dem Wachstumschancengesetz hat man im März immerhin die degressive Abschreibung für neue Wohngebäude eingeführt. Da der tatsächliche Baubeginn entscheidend für die neue Abschreibungsform ist, hofft die Politik, zahlreichen bereits genehmigten, aber aktuell gestoppten Bauvorhaben neues Leben einzuhauchen. Die Maßnahme ergibt Sinn, bleibt aber ein Tropfen auf den heißen Stein. Zu schwer wiegen die in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Kosten für Material und Arbeit. Hinzu kommt, dass das Steuergeschenk diejenigen Projektentwickler, die bereits vom Markt verschwunden sind, nicht wieder zurückholen kann. Um dem Bedarf an Wohnraum gerecht zu werden, führt am Bestand kein Weg vorbei. Auch hier ist die Politik gefordert: Noch im Jahr 2021 gehörten rund 45 Prozent der deutschen Immobilien zur Energieklasse F oder schlechter. Viel dürfte sich daran während der Krisen-Jahre nicht geändert haben. Trotz gestiegener Energiekosten schrecken vor allem private Vermieter noch immer vor energetischen Sanierungen zurück. Schuld daran sind neben dem Ende einiger Fördermaßnahmen auch utopische Vorstellungen davon, welche Eckdaten ein energetisch sanierter Altbau aufweisen sollte. Aus unserer langjährigen Praxis wissen wir, dass man aus einem achtzig Jahre alten Haus zwar kein KFW-40-Haus zaubern kann, aber schon grundlegende energetische Optimierungen eine bedeutende Verbesserung um zwei bis drei Energieklassen ermöglicht. Damit energetische Sanierungen sinnvoll sind, kommt es neben tatsächlichen Verbesserungen an der Energiebilanz auch auf die Wirtschaftlichkeit an. Gerade private Vermieter haben oft nicht die Möglichkeiten, um am Markt die besten Konditionen zu nutzen. Das beginnt beim Kaufpreis von Immobilien, geht weiter über das Angebot von Handwerksbetrieben und endet mit der professionellen Bewirtschaftung und Vermarktung des geschaffenen Wohnraums. Gordon Grundler ist Vorstand der Primus Valor AG. Primus Valor ist ein Fondshaus mit Sitz in Mannheim. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2007. Die hauseigene Objektverwaltung betreut rund 10.000 Wohneinheiten. Das verwaltete Anlagevermögen beträgt mehr als 1,1 Milliarden Euro. www.primusvalor.com

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Bild einer Waage, auf der Linken Seite ein Haus, stellvertretend für den Sachwert, auf der rechten Seite Geldmünzen.

Sachwert – unverzichtbar für jedes Anlageportfolio

Über die Bedeutung der Kapitalanlage mit Sachwert sprach EXXECNEWS mit Jürgen Göbel, Geschäftsführer des Asset Managers Euramco Holding GmbH, Aschheim bei München. Welche Bedeutung messen Sie generell Sachwert-Investments im Rahmen eines Anlage-Portfolios zu? Sachwertinvestments sind zur Reduzierung des Risikos und Optimierung der Rendite im Rahmen der persönlichen Portfolioallokation ein unverzichtbarer Bestandteil. Sind Sachwert-Investments geeignet für alle Anlegerschichten und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen? Hier ist zwischen den einzelnen Anlagevehikeln im Bereich von Sachwert-investments zu unterscheiden: Während beispielsweise der klassische offene Immobilienfonds oder neuerdings auch ELTIF aufgrund der niedrigen Mindestzeichnungssummen für breite Anlegerschichten interessant sind, ist der traditionelle geschlossene Sachwertfonds für Anleger geeignet, die bereits über ein größeres Anlageportfolio verfügen und denen die erweiterten Mitwirkungsmöglichkeiten (Gesellschafterversammlungen) während der Laufzeit, höhere Renditechancen und eine größere Transparenz wichtig sind.   Worauf sollten Anleger bei Sachwert-Investments besonders achten? Die Expertise und Seriosität des Anbieters sind wesentliche Faktoren für den Anlageerfolg. Denn vom Einkauf geeigneter Investitionsobjekte über das Management bis zum Verkauf ist der Anbieter meist über die gesamte Fondslaufzeit aktiv für die erfolgreiche Betreuung des Investments verantwortlich. Insofern sollten Anleger überprüfen, wie lange der Initiator bereits auf dem Markt ist, ob er in der entsprechenden Assetklasse ausreichend Erfahrung besitzt und wie die bisherige Leistungsbilanz aussieht. Sachwert-Anlage Erneuerbare Energien vs. Sachwert-Anlage Immobilien. Wo liegen die besonderen Vorteile der Energie-Investments? Aus unserer Sicht ist das keine „Entweder-Oder“-Entscheidung. Ein ausgewogenes Anlageportfolio sollte in beiden Assetklassen investiert sein. Erneuerbare Energien haben den Vorteil, dass Sie nur eine sehr geringe Korrelation zu anderen Assetklassen aufweisen. Während der Erfolg von Gewerbeimmobilien stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist, spielt das bei Erneuerbaren Energien eine deutlich geringere Rolle. Zudem leisten Erneuerbare Energien aus ökologischer Sicht einen wertvollen Beitrag zur Vermeidung von CO2 und tragen damit in nennenswertem Umfang zum Schutz des Klimas bei. Mit Ihrem aktuellen AIF „Euramco Clean Power“ prognostizieren Sie im Mittelszenario einen Gesamtrückfluss von 145 Prozent in zehn Jahren. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Rückfluss von 4,5 Prozent. Warum ist dieses (mögliche) Ergebnis besser als ähnliche Ergebnisse im Vergleich zu alternativen Anlagen – beispielsweise im Aktienmarkt? Die von uns ausgewiesene Renditeprognose basiert auf den jeweils aktuellen Rahmenbedingungen und spiegelt die Renditeerwartungen von Investoren im aktuellen Zinsumfeld wieder. Aus unserer Sicht sind die Renditechancen im Aktienmarkt bei retrospektiver Betrachtung größer, allerdings bei höherer Volatilität. Aber auch hier gilt, dass sowohl Aktien, als auch geschlossene Investmentvermögen Bestandteile eines gut diversifizierten Anlage-Portfolios sein sollten. Jürgen Göbel ist Geschäftsführer der Euramco Gruppe und verantwortlich für die Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Unternehmensgruppe betreut 180 geschlossene Investmentvermögen und sachwertbezogene Kapitalanlageprodukte mit rund 175.000 Beteiligungen. www.euramco-asset.de

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Bild eines wachsenden Graphen, gezeichnet mit einem Finger.

Private Markets Nachfrageschub

Stehen Private Markets vor einem neuen Nachfrageschub? Der rasante Aufstieg der Private Markets in den vergangenen zehn Jahren könnte in den kommenden Jahren zu einer nachhaltigen Veränderung in der Vermögensallokation von Anlegern führen. Nicht-börsennotierte Anlagen sind zwar seit geraumer Zeit Bestandteil institutioneller Anlagestrategien, Portfolios privater Investoren beinhalten Private Markets jedoch nach wie vor nur in einem geringen Umfang, häufig mit einer durchschnittlichen Gewichtung im einstelligen Prozentbereich. Im Zuge der regulatorischen Entwicklung hin zu einem besseren Zugang zu Private Markets könnten wir jedoch vor einem beispiellosen Nachfrageschub stehen. Die Allokation von Privatanlegern in alternative Anlagen könnte von geschätzten vier Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr auf 13 Billionen US-Dollar bis Ende 2032 ansteigen. Parallelen zum Aufstieg der Schwellenländer um die Jahrtausendwende lassen sich leicht ziehen. Nach wie vor sind die meisten Portfolios hauptsächlich in den Industrieländern engagiert, aber heutzutage gilt ein Portfolio kaum noch als wirklich diversifiziert, wenn es nicht auch in Aktien und Anleihen aus Schwellenländern investiert ist. Es ist sehr gut möglich, dass dies in fünf oder zehn Jahren auch für die Privatmarktanlagen gilt. Bei den Schwellenländern hat es einige Zeit gedauert, bis die Anleger die Feinheiten der aufstrebenden Anlageklassen verinnerlicht haben, insbesondere die geringere Liquidität. Und so gilt es noch einige Hürden zu überwinden, bis der nicht-börsennotierte Bereich als etablierte Anlageklasse für die breite Masse betrachtet wird. Akzeptanz braucht Zeit So groß die Erwartungen an die bevorstehende Beschleunigung des Marktes für nicht-börsennotierte Anlagen auch sein mögen, wir erwarten, dass dieser Prozess eher einem Marathon als einem Sprint gleichen wird. Auch wenn Private Markets in naher Zukunft zu einem festen Bestandteil der Portfolios vermögender Kunden werden, sind viele private Anleger einfach nicht an alternative Anlagen außerhalb des Immobiliensektors gewöhnt. Im Zuge der jüngsten Regulierungsmaßnahmen wurden Instrumente wie der European Long-Term Investment Fund (ELTIF) und der Long Term Asset Fund (LTAF) entwickelt, um Kleinanlegern einen besseren Zugang zu Private Markets zu ermöglichen. Diese Strategien bieten eine wesentlich höhere Liquidität als das traditionelle Angebot in diesem Segment. Trotz der Fortschritte, die die Regulierungsbehörden in den vergangenen Jahren erzielt haben, gibt es nach wie vor keine einheitliche Struktur der Finanzinstrumente, wenn es um den Marktzugang für vermögende Kleinanleger geht. Diese Situation wird sich jedoch stückweise verbessern, da immer mehr Vermögensverwalter entsprechende Produkte auf den Markt bringen werden. Aufklärung wird entscheidend sein Wie bei allen vorangegangenen Expansionen in bis dato weitgehend unerschlossene Anlagebereiche, sind Aufklärung und Schulungen von entscheidender Bedeutung. Investitionen in Privatmarktanlagen sind ein mehrjähriges Engagement, und jeder potenzielle Anleger muss sich vollkommen darüber im Klaren sein, welche Auswirkungen das auf sein Portfolio haben kann. Während beispielsweise die meisten Anleger mit Immobilien als Anlageklasse relativ vertraut sind, unterscheidet sich das Anlageverhalten eines offenen Immobilienfonds oder eines Vehikels, das in börsennotierte REITs investiert, deutlich von einer Immobilienstrategie in den Private Markets. Die investierten Anlagen werden nicht dieselben sein, der Zeithorizont wird sich mit Sicherheit verlängern und die Liquiditätsanforderungen dürften sich von denen unterscheiden, die die Anleger bisher gewohnt waren. Die einzige Ähnlichkeit könnte in der Verwendung des Begriffs „Immobilien“ im Titel bestehen. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Private Debt die Anlageklasse sein wird, die am meisten von der zunehmenden Nutzung alternativer Anlagen profitieren wird. Private Equity ist für viele Investoren der erste Schritt in die Welt der nicht-börsennotierten Anlageoptionen, und Private Credit ist trotz seiner attraktiven Diversifikations- und Renditemerkmale nach wie vor eine weitgehend ungenutzte Anlageklasse in den Portfolios. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Private-Debt-Strategien zunehmen wird. Keine simple Ergänzung zu traditionellen Anlagen Obwohl immer mehr Anleger die Attraktivität einer Allokation in Private Markets erkennen – insbesondere die geringe Korrelation zu den globalen Aktien- und Anleihemärkten –, sind sie keine simple Ergänzung zu einer traditionellen Asset Allokation und sollten nicht als solche betrachtet werden. Auch wenn sich Investoren aus dem Wealth- und Retail-Segment über ihre Pensionstöpfe teilweise auf den Private Markets engagieren, ist noch nicht absehbar, ob sich diese Anlageform in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen wird. Für langfristig orientierte Anleger, die mit den damit verbundenen Liquiditätsengpässen umgehen können, ist ein Engagement auf den Private Markets jedoch eine äußerst attraktive Alternative, um die Gesamtvolatilität des Portfolios zu reduzieren und das Risiko-Rendite-Verhältnis sowie die Ertragsströme zu diversifizieren. In einer Zeit, in der Asset Manager nach Wachstumsfeldern suchen, sind Unternehmen mit einem bewährten Angebot für Private Markets in einer besseren Position, um sich in den kommenden Jahren in einer sich ständig verändernden Investmentlandschaft zu behaupten. Matt Shafer ist Head of International Distribution bei PGIM Investments. PGIM Investments ist Teil von PGIM, dem globalen Investmentmanager des US-Versicherungskonzerns Prudential Financial, Inc. mit einem Volumen von 1,3 Billionen US-Dollar (Stand: 31. März 2024). PGIM Investments bietet weltweit mehr als 100 Fonds in einem breiten Spektrum von Anlageklassen und Anlagestilen an.

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Das Basisinformationsblatt

Das Basisinformationsblatt – kurz BIB – über Kapitalanlagen ist Standard und neben dem Verkaufsprospekt zwingend vorgeschrieben. Kurz und knapp und in einfacher, verständlicher Sprache sollen sie dem Anlegerschutz dienen. Ob sie diesem Anspruch gerecht werden, darüber bestehen Zweifel, wie eine EXXECNEWS-Umfrage zeigt. Besonders die Renditeprognosen werden dabei kritisch gesehen. „Es wird keinen noch so gebildeten Verbraucher geben, der das versteht.“ Ein vernichtendes Urteil des Anlagevertriebs. Gemeint ist das Basisinformationsblatt – kurz BIB. Es soll dem Anlegerschutz dienen, lässt aber die wichtigsten Fragen offen. Seit über einem Jahr sind Anbieter von alternativen Investmentfonds (AIF) und anderer „verpackter Anlageprodukte“ nach einer Verordnung der Europäischen Union über „packaged retail and insurance-based investment products“ – kurz: PRIIP – verpflichtet, Retail-Anlegern oder semiprofessionellen Investoren ein „Basisinformationsblatt“ (BIB) über die jeweilige Anlage zur Verfügung zu stellen. Es soll der Verbesserung der Transparenz dienen, gerade bei Anlageprodukten, die komplex sind und für Retail-Anleger schwer zu verstehen sein könnten. Es „muss präzise, redlich und klar sein und darf nicht irreführend sein“, so die Verordnung. Im Gegensatz zu den Verkaufsprospekten mit einem Umfang von oft über 100 Seiten darf das Basisinformationsblatt nicht mehr als drei Seiten umfassen. Auch der Inhalt des BIB ist vorgeschrieben, teilweise mit konkretem Wortlaut. Zentral sind nach Artikel 8 der Verordnung die „kurze Beschreibung des Risiko-/Renditeprofils“ sowie „geeignete Performanceszenarien und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen“ anzugeben. Minutiös wird in der 52-seitigen Delegierten Verordnung 2017/653 der Inhalt des dreiseitigen Basisinformationsblattes geregelt – mit ausführlichem Muster, an das sich alle Anbieter von AIF auch halten. Entsprechend sind AIF auf einer Risikoklassen-Skala von „1“ bis „7“ einheitlich in die Risikoklasse „6“ eingeordnet. Die Begründungen in den verschiedenen Basisinforma-tionsblättern ähneln sich: „Der Gesamtrisikoindikator hilft Ihnen, das mit diesem Produkt verbundene Risiko im Vergleich zu anderen Produkten einzuschätzen. Er zeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie bei diesem Produkt Geld verlieren, weil sich die Märkte in einer bestimmten Weise entwickeln oder wir nicht in der Lage sind, Sie auszubezahlen. Wir haben dieses Produkt auf einer Skala von 1 bis 7 in die Risikoklasse 6 eingestuft, wobei 6 der zweithöchsten Risikoklasse entspricht. Diese dargestellte Risikoklasse soll den unternehmerischen Charakter der Beteiligung widerspiegeln.“ Dass voll regulierte AIF, die zu einem Großteil in langfristig vermietete Bestandsimmobilien investieren, in die zweihöchste Risikoklasse eingeordnet werden, verwundert – zurückhaltend ausgedrückt. Irritiert zeigt sich Bernhard Stern, geschäftsführender Gesellschafter der Stern Capital GmbH aus Villingen-Schwenningen: „Es wird keinen noch so gebildeten Verbraucher geben, der versteht, dass ein offener Publikums-AIF in den Risikoklassen 1 oder 2 angesiedelt ist und ein geschlossener Publikums-AIF in der Risikoklasse 6 untergebracht werden muss. Unabhängig davon, ob es sich um einen Bestandshaltungsfonds in deutschen Wohnimmobilien oder um einen deutlich riskanteren Projektentwicklungsfonds handelt.“ Gefolgt wird die Risikodarstellung mit den Angaben über die mögliche Entwicklung der Anlage, über die geforderten Performanceszenarien. Die Delegierte Verordnung sieht vier Szenarien vor – ein pessimistisches, ein mittleres, ein optimistisches Szenario und ein „Stressszenario“. Anzugeben sind auch die „zugrunde liegenden Annahmen“. Die sind aber in den aktuellen und durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigten Basisinformationsblätter äußerst spärlich gesät. So heißt es dort etwa: „Die dargestellten Szenarien beruhen auf Ergebnissen aus der Vergangenheit und bestimmten Annahmen. Die Märkte könnten sich künftig völlig anders entwickeln.“ Oder: „Die künftige Marktentwicklung ist ungewiss und lässt sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. Die dargestellten Szenarien beruhen auf Ergebnissen aus der Vergangenheit und bestimmten Annahmen. Die Märkte könnten sich künftig völlig anders entwickeln.“ Welche Annahmen die unterschiedlichen Szenarien bestimmen, bleibt unklar. Wird beispielsweise für künftige Mietsteigerungen und einen erwarteten Verkaufserlös die Inflationsrate und wenn in welcher Höhe zugrunde gelegt? Venessa Meinker, Geschäftsführerin der Kapitalverwaltungsgesellschaft Dr. Peters Asset Finance GmbH & Co. KG, Dortmund, verdeutlicht für ihren AIF „Immobilienwerte II Aschaffenburg“: „Das Stressszenario zeigt, was beispielsweise zurückfließt, wenn ab dem Jahr 2032 – entsprechend für die letzten sieben Jahre der planmäßigen Fondslaufzeit-Auszahlungen an die Anleger wegfallen und die Immobilie mit einem 70 Prozent niedrigeren Veräußerungsergebnis für die Anleger im Vergleich zum mittleren Szenario verkauft wird. Die Abweichungen der weiteren im BIB enthaltenen Szenarien im Vergleich zum mittleren Szenario liegen in einem 15 Prozent niedrigeren (pessimistisch) beziehungsweise 15 Prozent höheren (optimistisch) Veräußerungsergebnis für die Anleger.“ „Es ist korrekt anzumerken, dass das Basisinformationsblatt (BIB) allein nicht alle Parameterveränderungen offenlegt, die zu den unterschiedlichen Szenarien führen. Zur umfassenden Information der Anleger ergänzen wir unsere Darstellung mit zusätzlichen Informationen außerhalb des BIBs, um ein fundiertes Urteil zu ermöglichen“, erläutert Thorsten Eitle, Vorstand der HEP Kapitalverwaltung AG, Güglingen. Über die verschiedenen AIF hinweg sind die in den Szenarien dargestellten durchschnittlichen Jahresrenditen ohnehin nicht vergleichbar, da jeder AIF die Berechnungen auf seiner eigenen Mindestlaufzeit aufbaut. Dadurch zeigen kurzlaufende AIF grundsätzlich höhere durchschnittliche Jahresrenditen als langlaufende. „Laut der PRIIP-Verordnung müssen wir zur Darstellung der Szenarien auf keine bestimmte Herleitung zurückgreifen. Dies bedeutet, dass die Szenarien, die in den Basisinformationsblättern dargestellt werden, nicht an eine bestimmte Methodik gebunden sind. Diese individuellen Blätter können in Struktur, Inhalt und Darstellung variieren, was die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Produkten erschweren kann“, meint Eitle. Verhalten urteilt auch Kristina Mentzel, Leiterin Vertrieb, Marketing und Produktstrategie bei der WealthCap Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald: „Das BIB ist unseres Erachtens nur bedingt für einen Vergleich von Fondsprodukten geeignet. Die getroffenen Annahmen in den Szenarien sind zum Beispiel nicht standardisiert, jeder Emittent kann seine eigenen Annahmen treffen. Somit wird das Ziel einer objektiven Vergleichbarkeit der Produkte verfehlt. Zudem wird auch bei den Szenarien nicht unterschieden, wie lange das Kapital gebunden ist (im Vergleich zu einer IRR-Betrachtung) und spiegelt demnach auch nicht die Realität wider, was insbesondere bei Private Equity Fonds mit einer unterschiedlichen Investmentstrategie (Kapitalabrufe versus Einmaleinzahlung) ein falsches Ergebnis liefern kann.“ Auf die eingeschränkte Vergleichbarkeit weist auch Fabian Schindler, Geschäftsführer der Jamestown US-Immobilien GmbH, Köln, hin: „Da es jedoch keine Regelung über die anzupassenden Parameter und auch keine Verpflichtung zur Offenlegung der Szenarioparameter gibt, ist die Vergleichbarkeit verschiedener Angebote stark eingeschränkt. Daher sollten Anleger die jeweiligen Produkte auf Grundlage der jeweiligen Eigenschaften und Investitionsstrategien sowie des Risiko-Rendite-Profils individuell bewerten.“ Die Renditeangaben können zu falschen Schlüssen führen, meint Stern: „Beispielsweise weist ein in Risikoklasse 6 eingestufter Fonds im pessimistischen Szenario einen Ertrag von über einem

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Distributed-Ledger-Technologie Besonderheiten

Die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) revolutioniert den Finanzmarkt und bietet innovative Möglichkeiten zur Emission und Verwaltung von Finanzanlagen in Form von Token. Finanzunternehmen, die diese Technologie nutzen möchten, müssen jedoch eine Vielzahl technischer und rechtlicher Besonderheiten im Blick behalten und Anleger über damit verbundene Risiken aufklären. Hier sind die wichtigsten Aspekte aus anwaltlicher Sicht, die technikaffine Emittenten und Finanzintermediäre berücksichtigen sollten. Derzeitige technische Besonderheiten 1. Sicherheitslücken: DLT-Systeme sind attraktiv für Cyberangriffe. Schwachstellen im Code der Blockchain oder des Smart-Contracts können zu Hacks und dem Verlust von Token führen. Beispiel: DAO-Hack. Investitionen in erstklassige Sicherheitslösungen und regelmäßige Sicherheitsaudits sind unerlässlich. 2. Netzwerkstabilität: Netzwerkausfälle oder Überlastungen können die Stabilität des DLT-Netzwerks beeinträchtigen. Dies könnte den Zugang zu Token einschränken und die Handelbarkeit beeinträchtigen, also Notfallpläne und robuste Netzwerkarchitekturen essenziell. 3. Interoperabilität: Viele DLT-Plattformen sind nicht kompatibel, was die Integration und Übertragung von Token erschwert. 4. Forks: Änderungen im Protokoll einer Blockchain können zu einer Spaltung in zwei Ketten führen, was Unsicherheit und Instabilität verursacht. Die Nutzung von Blockchains, die klare Governance-Strukturen zur Vermeidung und Verwaltung von Forks haben, bringt Vorteile. Zukünftige technische Risiken 1. Technologische Entwicklung: Die rasante Entwicklung der Technologie könnte bestehende DLT-Systeme schnell veralten lassen. Investitionen in und die Bereitschaft auf neue Technologien zu migrieren, führen zu Folgekosten. 2. Quantencomputing: Fortschritte im Quantencomputing könnten aktuelle kryptografische Sicherheitsmechanismen bedrohen. Investitionen in quantensichere Algorithmen sind erforderlich. 3. Regulatorische Anpassungen: Neue regulatorische Anforderungen könnten technische Anpassungen und Investitionen notwendig machen. Flexibilität und proaktive Anpassung an regulatorische Änderungen sind wichtig, um Compliance sicherzustellen. Rechtliche Besonderheiten bei Distributed-Ledger-Technologie 1. Wahl des Aufsichtsregimes: Es gibt mindestens drei verschiedene Klassen von DLT-basierten Token mit unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen. Nicht optimale Ausgestaltung kann zu Mehrkosten führen, wie z.B. die Pflicht zur Vorhaltung von Eigenmitteln für Emittenten. Emittenten von vermögenswertreferenzierten Token (ART) müssen mindestens 350.000 Euro oder zwei Prozent ihres Reservevermögens als Eigenmittel vorhalten. 2. Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG): DLT-basierte Token in Form von Wertpapieren müssen den Vorschriften des eWpG entsprechen. Dies beinhaltet die Einhaltung der Anforderungen an das elektronische Wertpapierregister und die Pflicht zur Einbindung regulierter Finanzintermediäre. Transparenzvorgaben erfordern die Offenlegung relevanter Informationen, um Anleger zu schützen und Vertrauen zu stärken. 3. Kryptowerte nach MiCAR: MiCAR wird einheitliche Regeln für den EU-Kryptomarkt außerhalb des MiFID-Regimes einführen. Kryptowerte-Emittenten und Dienstleister für solche Token müssen die MiCAR-Zulassungsanforderungen erfüllen, einschließlich Registrierung bei zuständigen Behörden und Einhaltung spezifischer Anforderungen. MiCAR bringt umfassende Offenlegungspflichten mit sich, um Transparenz und Anlegerschutz zu gewährleisten. 4. Sonstige kryptografische Instrumente: Deutschland wird die Regulierung von Krypto-Dienstleistern und Emittenten außerhalb der MiFID- und künftigen MiCAR-Strukturen verschärfen. Handelsplattformen, Verwahrstellen und andere Dienstleister im nicht EU-rechtlich regulierten Krypto-Asset-Bereich müssen die Anforderungen des KWG erfüllen, einschließlich finanzieller Solidität und ordnungsgemäßer Geschäftsorganisation. Emittenten kryptografischer Instrumente benötigen möglicherweise eine Erlaubnis. Nichteinhaltung kann zu rechtlichen Konsequenzen führen. 5. Risiken bei der Nutzung von Permissioned Blockchains für Smart Contracts: Permissioned Blockchains bieten zwar mehr Kontrolle bei regulatorischen Vorgaben, aber auch weniger Transparenz als öffentliche Blockchains. Dies könnte das Vertrauen der Anleger beeinträchtigen, die eine offene und nachvollziehbare Transaktionshistorie erwarten. In einer permissioned Blockchain haben nur ausgewählte Teilnehmer Schreibrechte, was dem Gedanken der Dezentralisierung widerspricht und ein rechtlich relevantens Risiko darstellt. Smart Contracts auf permissioned Blockchains können komplex und schwer zu auditieren sein, was bei Fehlern im Code zu erheblichen finanziellen Verlusten führen kann. 6. Pflichten für Emittenten und Finanzunternehmen: Emittenten müssen sicherstellen, dass ihre Distributed-Ledger-Technologie basierten Token den geltenden Vorschriften zum Vertrieb entsprechen, insbesondere den Vorschriften des eWpG und der MiCAR. Umfassende Offenlegungspflichten dienen der Transparenz und dem Anlegerschutz. Neben MiCAR und den Wertpapier-Vorschriften müssen Finanzunternehmen die Vorgaben des Digital Operational Resilience Act (DORA) zur Stärkung ihrer digitalen operativen Resilienz umsetzen. Regelmäßige Updates und Audits der technologischen Infrastruktur sind unerlässlich. Fazit Durch die Einhaltung der rechtlichen Vorschriften und die Berücksichtigung der technischen Besonderheiten können Emittenten und Finanzintermediäre das Potenzial von DLT-basierten Token ausschöpfen und gleichzeitig deren Akzeptanz bei Anlegern steigern. Eine enge Zusammenarbeit mit rechtlichen Beratern und technischen Experten ist erforderlich, um sicherzustellen, dass alle relevanten Anforderungen erfüllt werden und die Integrität der DLT-basierten Token gewährleistet ist. Rechtsanwalt Dr. Matthias Gündel ist Geschäftsführer der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei GK-law.de. Er berät sowohl Crowdfunding-Emittenten als auch Plattformen umfassend – von der Produkt-/Angebotsstrukturierung/Entwicklung der Geschäftsidee über Emission bis hin zu Vertrieb und Platzierung.

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