Tag: 21. August 2023

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Institutionelle Investoren und Impact Investing Teil 4 – Family Offices

Family Offices sind eine verschwiegene und heterogene Investorengruppe. Schätzungen gehen davon aus, dass es um die 500 relevante Single Family Offices und etwa 125 Multi Family Offices in Deutschland gibt, Um die 650 Milliarden Euro werden von ihnen verwaltet. Aufgrund der Verschwiegenheit gibt es nur wenige Informationen, wie sie zu nachhaltigem Investieren oder gar Impact Investing stehen. Allerdings darf unterstellt werden, dass Impact Investing für Family Offices sinnvoll und attraktiv ist. Eine Einordnung von Dr. Lukas Adams, Leiter Vermögensmanagement der GLS Bank eG. RechtsstellungDie meisten Family Offices sind nicht oder kaum reguliert und tauchen in unterschiedlichen Strukturen auf. Viele besitzen die Lizenz zur Portfolioverwaltung, welche mit organisatorischen Pflichten, aber keiner Begrenzung der Asset Allokation einhergeht. Dieser Umstand erlaubt ihnen eine hohe Freiheit in ihrem Investitionsverhalten. In der Asset Allokation spielen zudem steuerrechtliche Themen eine bedeutende Rolle. Motivation/Potenzial für Impact InvestingBei neun von zehn Family Offices ist Werterhalt gemäß der Studie „Family Offices und Private Equity & Venture Capital“ eines der wichtigsten Auswahlkriterien bei der Kapitalanlage. Laufende Exit-Möglichkeiten sind dagegen weniger im Fokus. Darüber hinaus zeichnen sich viele Familien durch ein ethisches Werteverständnis aus, das mit dem traditionellen Impact Investing-Gedanken kompatibel ist. Vor allem die jüngere Generation stellt sich vermehrt die Sinn-Frage. Hinzu kommt, dass für Family Offices kein Druck besteht, häufig risikoreicheren Positionen mit Eigenkapital zu unterlegen. Sie können somit unternehmerischer entscheiden. Aufgrund dieses Umstandes sowie ihrer meist langen Anlagehorizonte sind Impact-Investing-Möglichkeiten wie Private Equity oder Immobilienallokationen, die vor allem im alternativen Investment-Bereich beheimatet sind, für Family Offices prädestiniert. Relevanz/Marktdurchdringung Impact InvestingEs gibt wenige belastbare Daten über die Relevanz von Impact Investing bei Family Offices. In der Marktstudie 2020 des Global Impact Investing Network (GIIN) lag der Anteil von FOs bei lediglich vier Prozent. Der Global Family Office Report von UBS berichtet, dass etwas mehr als die Hälfte der FOs nachhaltige Investmentansätze aufweisen, wobei Ausschlusskriterien unverändert der dominierende Ansatz sind. Hürden sind fehlende Standardisierung sowie Fragen zur Performancemessung. Es ist aber zu vermuten, dass viele FOs Impact Investments im Portfolio haben, ohne sie selbst so zu deklarieren.In nachhaltigen beziehungsweise Impact-Verbänden in Deutschland, zum Beispiel dem Forum Nachhaltige Geldanlagen oder der Bundesinitiative Impact Investing, spielen FOs als Investorengruppe nur eine Nebenrolle. International hat sich dagegen mit TONIIC ein spannendes Netzwerk gebildet. 500 High-Net-Worth Individuals, Family Offices und Stiftungen engagieren sich, um Impact Investing voranzutreiben. In informellen Runden tauschen sie sich zu aktuellen Impact-Themen aus. Asset AllokationDie Asset Allokation hat ihren Ursprung häufig im persönlichen Hintergrund der Familie: Haben Familien beispielsweise ihr Vermögen mit Immobilien gemacht, finden sich diese auch prominent im Portfolio wieder. Diese Assetklasse symbolisiert am stärksten den Gedanken des Werterhalts, zudem sind Immobilien steuerlich attraktiv. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 30 Prozent des Portfolios darin investiert ist. Demgegenüber haben Unternehmerfamilien aufgrund ihrer Herkunft eine Affinität zu unternehmerischen Beteiligungen wie Private Equity. Dieser Anteil nimmt nicht selten einen zweistelligen Anteil im Portfolio ein. Natürlich dürfen auch Aktien und Anleihen nicht fehlen, die aufgrund ihrer Verfügbarkeit und der Ausschüttungen interessant sind. Manche FOs investieren zudem vereinzelt in exotische Anlageformen wie Kunst oder Luxus-Liegenschaften. Ökonomische sowie regulatorische Potenziale und GrenzenAufgrund der geringen regulatorischen Vorgaben können Family Offices in alle Formen des Impact Investing investieren und das ökonomische sowie Impact-Potenzial ausschöpfen. Dabei unterliegen sie den normalen ökonomischen Grenzen der jeweiligen Assetklasse. Aufsichtsrechtliche Vorgaben, wie sie Banken oder Versicherungen kennen, gibt es nicht, beziehungsweise nur in geringem Umfang. FazitFamily Offices sind für Impact Investments im klassischen Sinne prädestiniert. Aufgrund ihrer hohen Freiheit können sie unternehmerisch die ökonomischen wie sozial-ökologischen Chancen ergreifen. Wer mehr erfahren will, kann sich an den Arbeitskreis Impact-Investing bei der Bundesinitiative Impact Investing oder das TONIIC-Netzwerk wenden. Unabhängige Studien über das Impact Investing von Family Offices sind für den deutschsprachigen Raum bisher nicht verfügbar.

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Spezialfonds: Balance in volatilen Zeiten

Im aktuellen Umfeld ist und bleibt es für institutionelle Investoren eine Herausforderung, im Portfolio die richtige Balance zwischen Chancen und Risiken und den richtigen Asset-Mix zu finden, um die Ertragsziele für Pensionäre, Betriebsrentner oder Stiftungsbegünstigte zu erreichen – sie behalten Kennzahlen wie Inflation und Wirtschaftswachstum fest im Blick. Ein Beitrag von Katja Müller, Chief Customer Officer, Universal Investment. Seit Dezember 2011 analysieren wir das Spezialfondsvermögen, dass institutionelle Investoren auf der Fonds-Service-Plattform von Universal Investment aufgelegt haben. Zum Stichtag 30. Juni 2023 waren das rund 557 Milliarden Euro – fast zwölf Prozent mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die aggregierte Analyse realer Vermögenswerte ermöglicht ein genaueres Bild vom Anlageverhalten institutioneller Investoren als Umfragen oder Expertenmeinungen. Immobilienmärkte im UmbruchZum Ende des ersten Quartals 2023 stieg das Bruttovermögen der Immobilienfonds um rund 0,5 Prozentpunkte auf 6,23 Prozent der Spezialfonds-Anlagen bei Universal Investment. Seit Bestehen des Geschäftsfeldes liegt das Transaktionsvolumen bei 39 Milliarden Euro.Der Trend bei Immobilien-Anlagen in Spezialfonds geht zur stärkeren Streuung, was sich aktuell wieder auszahlt: Die Unterschiede bei Preisen, Mieten, Leerständen, Finanzierungskosten, Transaktionen und im konjunkturellen Umfeld sind gestiegen.Im Jahresvergleich bleibt der Anteil von Anlagen im deutschen Heimatmarkt mit 43 Prozent in etwa gleich. Der Anteil im übrigen Europa sank um zwei Punkte auf 22 Prozent. Asiatische und australische Projekte mussten ebenfalls zwei Prozentpunkte abgeben auf nun acht Prozent. Nordamerika legt um vier Prozentpunkte zu auf 27 Prozent.Büroinvestments liegen mit 35,8 Prozent nur leicht unter Vorjahresniveau. Handel und Gastronomie stiegen von 25 auf 30,5 Prozent, Wohnen stagniert bei 23,4 Prozent. Nischenmärkte wie Life-Science- und Tech-Immobilien sind im Kommen, setzen aber spezielle Expertise voraus. Die Vermietung von Büro- und Laborflächen verschafft Zugang zu den Erfolgsgeschichten von Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazie oder KI, Biosensorik, Patientenmonitoring, Haut-Scanning und anderen.Negativ wirken sich die hohen Bau- und Finanzierungskosten aus, die das Volumen von Projektentwicklungen beeinträchtigen. Zudem belasten Engpässe bei Lieferketten und Personal die Immobilienbranche. Alternative Investments weiterhin hoch im KursZum Ende des ersten Quartals 2023 waren mit 17,2 Prozent des Spezialfondsvermögens, rund 0,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, über die breite Palette der Private Markets investiert: In Private Equity, Private Debt und Verbriefungsstrukturen. Eigenkapitalstrukturen wuchsen besonders stark und liegen bei 64 Prozent. Fremdkapitalstrukturen kommen auf 14 Prozent, Verbriefungen auf neun Prozent. Auch hier geht der Trend zu mehr Diversifizierung.Weder bei der Zahl der Anfragen noch bei den Transaktionen gibt es aktuell einen Rückgang beim Interesse der Kunden zu beobachten. Neuanlagen zeigen einen Fokus auf Kern-Europa, Mid-Market Buyouts und stabile Segmente. Bei Private Debt sind Infrastrukturprojekte besonders gefragt, unter anderem Windkraftwerke.Für die größten Veränderungen bei Private Markets sorgen der ESG-Fokus und die dazu gehörenden Regulierungen. Die Zunahme verlässlicher und vergleichbarer Daten für die Bewertung alternativer Investments steigert die Transparenz und fördert die weitere Entwicklung des Marktes. Wieder mehr Anleihen in Spezial-fondsMit rund 211 Milliarden Euro sind 38 Prozent aller Spezialfonds in Anleihen investiert, fast ein Prozentpunkt mehr als im Jahresvergleich, befeuert nicht zuletzt durch Inflationssorgen. Unternehmensanleihen und Staatsanleihen halten sich mit 28 beziehungsweise 29 Prozent in etwa die Waage.Während die Inflation in Europa sinkt, verharrt die Kerninflation weiter auf hohem Niveau. Die EZB dürfte damit das hohe Zinsniveau bis mindestens Mitte 2024 beibehalten und auch dann nur langsam absenken – ähnlich wie die Fed in den USA.Favorisiert wurden vor allem als sicher eingestufte Titel wie Staatsanleihen mit gutem Rating und Investment-Grade-Unternehmensanleihen mit mittleren und längeren Laufzeiten sowie kurze geldmarktnahe Papiere. Kursverluste sitzen Fondsmanager weitgehend aus. Buchverluste schmerzen zwar, stellen bei Anleihen aber meist ein vorübergehendes Phänomen dar. Aktienquote stagniertRund 23,4 Prozent aller Spezialfonds waren zum 30. Juni 2023 in Aktien angelegt, das entspricht weitgehend dem Vorjahresanteil. Zwar haben sich viele Aktienindizes gut entwickelt, doch die gestiegenen Zinsen erlauben eine Rückkehr ins Rentensegment. Spezialfonds können ihre Zielrenditen auch anders und weniger risikoreich erreichen.Mit fast 18 Prozent bilden IT-Werte immer noch das stärkste Segment. Zusammen mit Communication Services liegt ihre Quote bei über 23 Prozent. Doch Investoren haben Klumpenrisiken im Blick, etwa, dass der MSCI World zu 70 Prozent aus US-Werten besteht, die wiederum zu einem Großteil IT-Titel sind.Finanz- und Industriewerte liegen bei 12,9 beziehungsweise 12,3 Prozent. Bankaktien behaupten sich, sind im Vergleich zu der Zeit vor der Finanzkrise 2008 allerdings immer noch schwach gewichtet. Immobilienaktien machten per 30. Juni etwa fünf Prozent des Aktiensegments aus. Wertentwicklung im AufwindDie Zinswende hat sich auf die Performance der Spezialfonds, etwa von Versorgungswerken, Betriebsrentenkassen, Pensionskassen oder Versicherungen, positiv ausgewirkt. Lag die durchschnittliche Wertentwicklung über ein Jahr im Juni 2022 noch bei minus drei Prozent, so tendiert sie jetzt mit 3,24 Prozent wieder im Plus. Im kurzfristigen Bereich gehörten Aktienanlagen zu den Treibern. Auf lange Sicht sorgten neben der Diversifikation alternative Investments für eine entsprechende Stabilität.

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Die Anlageklasse Mikrofinanz hat sich in den vergangenen Jahreneiner großen Nachfrage erfreut

Die Invest in Visions GmbH wurde 2006 von Edda Schröder mit dem Ziel gegründet, institutionellen und privaten Anlegern den Zugang zu Impact Investments zu ermöglichen. Dies sind Anlagen, die neben finanziellen Erträgen auch eine soziale Rendite bieten. Als Mikrofinanzinvestor der ersten Stunde hat sich Invest in Visions einen Namen gemacht und im Jahr 2011 mit der Auflegung des „IIV Mikrofinanzfonds“ als erstem Fonds dieser Anlageklasse in Deutschland für private und institutionelle Anlegern einen wichtigen Meilenstein erreicht. Neben Mikrofinanz beschäftigt sich Invest in Visions mit den Bereichen Bildung, Erneuerbare Energien und mit der Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen, sowie ganz allgemein mit sozialen Projekten und Wirkungskrediten. Dabei liegt der Fokus immer auf den Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit Frau Schröder sprach die ENI-Co-Herausgeberin Hanna M. Hornberg. Hanna Hornberg: Du bist in letzter Zeit viel auf Reisen gewesen, zum Beispiel in Zentralasien und China, die Du mit Investorinnen und Investoren unternommen hast. Wie waren Deine Eindrücke vor Ort? Edda Schröder: Es ist jedes Mal wieder interessant ein anderes Land und eine andere Kultur kennenlernen zu dürfen. Auch wenn ich zum Beispiel wie in Usbekistan nicht das erste Mal vor Ort war, gibt es immer wieder neue Erkenntnisse.China habe ich, gemeinsam mit meinem Kollegen, im Mai dieses Jahres das erste Mal besucht. Dort sind wir auch mit unserem „IIV Mikrofinanzfonds“ investiert. Gemeinsam mit unserem Advisor vor Ort haben wir Mikrofinanzinstitute, Banken und auch Kleinunternehmen besuchen können. Ich habe ein anderes Bild erleben dürfen als das, welches mir aufgrund der medialen Berichterstattung vermittelt wurde. Ich muss allerdings auch berücksichtigen, dass uns – als Investor – die positiven Seiten der Investition und der wirtschaftlichen Lage gezeigt wurde. Nichtsdestotrotz zeigen auch Fakten, wie zum Beispiel ein funktionierendes schnelles Bahnnetz, E-Mobilität in den Städten, ein aufschlussreiches Bild der wirtschaftlichen Aktivitäten in China. Die Medaille hat wie immer zwei Seiten. Stadt und Land zum Beispiel sind sehr unterschiedlich bezüglich der wirtschaftlichen Aktivitäten und des Wohlstands. Es gibt nach wie vor hunderte von Millionen arme Menschen in China, die eine Unterstützung durch Mikrokredite benötigen.Mit Investorinnen und Investoren habe ich im Juni Usbekistan besuchen dürfen. Ein Land in Zentralasien mit rund 36 Millionen Einwohnern, welches wirtschaftlich floriert und von den Medien auch schon als die „Schweiz“ Zentralasiens beschrieben wurde. Taschkent, die Hauptstadt, ist eine pulsierende Stadt mit vielen unternehmerischen Gründungen. Aber auch auf dem Land – wir waren im Fergana Valley – spürt man eine Art Aufbruchstimmung. Unsere Investoren waren auf der einen Seite überrascht über das fortschrittliche Land, auf der anderen Seite findet man auch dort im ländlichen Bereich noch Armut vor. 50 Prozent der Usbeken haben bis heute keine Bankverbindung.Eine Teilnehmerin hat ihre Eindrücke sehr schön wiedergegeben: „Es war eine faszinierende Reise in eine auch hinsichtlich der Architektur bunte Welt, die so sehr dynamisch ist und danach strebt, in manchen Dingen der unseren ähnlich zu werden. Ich habe begriffen, dass wir selbst von dieser Welt sehr viel lernen können: Das Herzliche, die Zuversicht, Stolz, Freude, Tanzen, Offenheit… Ich begreife, dass wir von dieser Gesellschaft etwas lernen könnten, was wir vielleicht auch gerade durch unser System ein wenig verloren haben und was wir Menschen eigentlich so sehr brauchen – uns als Gemeinschaft. Freilich wage ich zu bezweifeln, dass diese Gemeinschaft, die Herzlichkeit und Dynamik dort überall zu finden ist; doch ist sie mir in wenigen Momenten begegnet und merklich aufgefallen. Ich habe eine Hochachtung vor den Menschen, denen ich dort begegnen durfte und insgeheim bin ich ihnen allen dankbar, dass sie mich über meinen eigenen Tellerrand haben blicken lassen.“ Hornberg: Gibt es regionale Veränderungen, die für Investoren relevant sind? Insbesondere vor dem Hintergrund der verschiedenen Krisen der letzten Zeit: Corona, Krieg in der Ukraine, hohe Inflation, Verschiebung der globalen Handelspartner…etc. Schröder: Das Portfolio des „IIV Mikrofinanzfonds“ ist sehr breit über 32 Länder in den Entwicklungs- und Schwellenländern diversifiziert. Unsere Investitionen entscheiden wir unter anderem auch nach den Risiken, die von bestimmten Ländern/Regionen ausgehen. So haben wir im ersten Halbjahr 2022, nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, in der Region keine neuen Darlehen ausgezahlt. Seit Ende letzten Jahres, nachdem wir uns von der Situation vor Ort überzeugt haben, investieren wir wieder im Kaukasus, Osteuropa oder Zentralasien. Die Inflationsraten haben sich weltweit auch sehr unterschiedlich entwickelt. In vielen Ländern, wie zum Beispiel Indien oder Ecuador, sind sie im unteren einstelligen Bereich zu finden. Da wir Unternehmungen in den lokalen Märkten vor Ort finanzieren, spielen für uns internationale Handelsbeziehungen eine geringere Bedeutung. Die globale Pandemie war eine andere außergewöhnliche Situation Anfang 2020. Niemand wusste, was auf uns zukommt, gerade auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Jahr 2020 waren wir sehr zurückhaltend mit Investitionen, allerdings war auch die Nachfrage nicht sehr groß. Diese begann erst in 2021/ 2022 um den Nachholeffekt der Mikrounternehmer zu finanzieren. Zur Unterstützung der Finanzinstitute vor Ort haben wir Darlehen für etwa sechs bis zwölf Monate gestundet. Diese werden mittlerweile wieder gänzlich bedient. Hornberg: Wie ist aktuell die Resonanz auf das Thema Mikrofinanz von Investoren, ist es eher eine Nische oder dient die Allokation eher der Diversifikation?Schröder: Die Anlageklasse Mikrofinanz hat sich in den vergangenen Jahren einer großen Nachfrage erfreut. Aufgrund der Marktgröße (die Weltbank spricht über rund 880 Milliarden US-Dollar Finanzierungslücke) ist Mikrofinanz eine Nische, jedoch sehr gut als Diversifikation eines Portfolios geeignet. Sie ist sehr gering korrelierend zu Aktienmärkten, Rentenmärkten oder auch Gold. Gerade im Jahr 2022 hat sich dies wieder bewiesen. Hornberg: Wie hat sich die Investorenzusammensetzung für Mikrofinanzfonds über die Zeit, aber auch langfristig (20 Jahre und mehr) verändert? Schröder: Seit Auflage der ersten Fonds im Jahr 2004 haben sich die Art der Investoren verändert. Waren es zu Beginn überwiegend Investoren, für die der soziale Impact eine übergeordnete Rolle spielte, sind es im Laufe der Zeit Investoren geworden, die die finanzielle Rendite (mit den Merkmalen der geringen Korrelation, stetige Rendite, geringe Volatilität) mit einer sozialen Rendite kombinieren wollen. Es gibt auch Investoren, die diese Anlageklassen in der Niedrigzinsphase als Geldmarktersatz eingestuft haben. Jedoch vereint die Anlageklasse private Investoren/Family Offices mit institutionellen Investoren. Die Regulatorik trägt ihres dazu bei. Hornberg: Welche Kriterien sind ausschlaggebend

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Neue Horizonte in der Finanzwelt:Digitale Geschäftsmodelle als Wegbereiter für die Zukunft

Die Blockchain-Technologie hat in den vergangenen Jahren eine enorme Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Insbesondere im Finanzsektor hat sie an Bedeutung gewonnen und eine Vielzahl von innovativen Entwicklungen hervorgebracht. In diesem Beitrag teilt Bincy Kochalumoottil, Chief Growth Officer von Boerse Stuttgart Digital, ihre Expertise zu digitalen Assets und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen, die eine Brücke zwischen digitalen und klassischen Kapitalmärkten schlagen. Mit Frau Kochalumoottil sprach die ENI-Co-Herausgeberin Hanna M. Hornberg. Welches Potenzial bergen digitale Vermögenswerte für etablierte Finanzinstitute und welche spannenden Use Cases zeichnen sich bereits für neue Geschäftsmodelle ab? Die Blockchain-Technologie ist zweifellos eine wegweisende Zukunftstechnologie für die Real- und Finanzindustrie. Insbesondere im Bereich der digitalen Vermögenswerte eröffnen sich für traditionelle Finanzinstitute zahlreiche Chancen, da auf Basis der Blockchain neue Geschäftsmodelle entstehen können. Dazu zählen Produkte und Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen – etwa Handelsplätze, Wallets und ETPs. Interessant sind auch die Emission, der Handel und die Verwahrung von tokenisierten Vermögenswerten, beispielsweise für Immobilien, Rohstoffe oder Kunstwerke. Auch in der Realwirtschaft findet die Blockchain-Technologie Anwendung, etwa im Supply Chain Management zur Überwachung von Lieferketten oder bei der Zuordnung von physischen Gütern wie Autos durch eine eindeutige digitale Identifikation des Eigentümers auf der Blockchain. Digitale Assets sind Teil eines umfassenden Ökosystems und dienen oftmals als Basis für zukünftige Geschäftsmodelle. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Ethereum mit seiner Kryptowährung Ether (ETH). Das Ethereum-Netzwerk umfasst neben dem reinen Transfer von digitalen Vermögenswerten auch programmierbare Verträge (Smart Contracts) und dezentrale Anwendungen (dApps). Derzeit werden in Europa mit der Einführung von MiCA (Markets in Crypto-Assets) die regulatorischen Grundlagen für eine breite Implementierung von digitalen Assets geschaffen, was wir als Gruppe Börse Stuttgart sehr begrüßen. Der Geltungsbereich von MiCA umfasst ein breites Spektrum an Anforderungen, die sich auf digitale Vermögenswerte, Kryptowährungen, Stablecoins und Handelsplätze erstrecken. Dieser regulatorische Rahmen bietet eine solide Grundlage, um das Potenzial digitaler Assets voll auszuschöpfen und neue, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wie können traditionelle Finanz-institute erfolgreich den Übergang in die digitale Finanzwelt bewältigen? Finanzinstitute, die mit ihren Kunden in die Welt der Kryptowährungen und digitalen Assets einsteigen wollen, stehen vor einer entscheidenden Frage: Mit welcher Angebotsstrategie sollen sie in den Markt eintreten und welche Kundensegmente wollen sie bedienen? Diese Fragen bilden die Grundlage für weitere Überlegungen zur Auswahl von Handelsplattformen, Verwahrlösungen und Zusatzdienstleistungen wie Staking. Dabei ist es wichtig, den Faktor Time-to-Market zu berücksichtigen und abzuwägen, ob es sinnvoller ist, auf die schlüsselfertige Lösung eines erfahrenen Partners zurückzugreifen oder umfangreiche Ressourcen in den eigenen Aufbau von Digital-Asset-Lösungen zu investieren. Der Aufbau eines kompetenten Digital-Asset-Teams erfordert Zeit und die richtigen internen Strukturen. In welchen Bereichen ist Boerse Stuttgart Digital aktuell aktiv? Die Gruppe Börse Stuttgart ist seit fünf Jahren im Digital- und Kryptogeschäft tätig und bündelt unter der Marke Boerse Stuttgart Digital integrierte Lösungen für institutionelle und B2B-Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zählt eine Brokerage-Lösung für den bilateralen Handel (OTC) mit Kryptowährungen, eine Exchange als regulierter Handelsplatz (MTF) und eine Custody-Lösung für die treuhänderische Verwahrung. Unser Leistungsangebot ist in Deutschland sowohl im klassischen Kapitalmarktgeschäft als auch im Digital- und Kryptogeschäft vollständig reguliert. Unser Ziel ist es, als europäischer Infrastrukturanbieter gemeinsam mit unseren institutionellen Partnern einen zuverlässigen und transparenten Zugang zu Krypto-Assets für Retail- und Corporate Clients zu schaffen. Was spricht zum aktuellen Zeitpunkt für Investitionen in Blockchain-Technologie und digitale Vermögenswerte? Die Nachfrage von Privatanlegern nach digitalen Vermögenswerten steigt stetig. Auch Unternehmen erkennen ein großes Potenzial für sich, was zu insgesamt steigenden Investitionen in den Blockchain-Sektor führt. Eine kürzlich von City A.M. veröffentlichte Studie prognostiziert, dass institutionelle Investoren in diesem Jahr die Privatanleger als größte Besitzer digitaler Vermögenswerte überholen werden. Die Mehrheit der professionellen Investoren geht davon aus, dass Institutionen mittelfristig rund 60 Prozent der digitalen Vermögenswerte halten werden. Dies würde eine völlige Umkehr der aktuellen Situation bedeuten, in der Institutionen nur etwa drei Prozent der digitalen Vermögenswerte besitzen, während Privatanleger 97 Prozent halten. Deutschland nimmt eine Vorreiterrolle im Markt ein und verzeichnet mit über 22.000 Arbeitsplätzen im Bereich Digital Assets, Krypto und Blockchain die höchste Anzahl an Web3-Jobs weltweit. Die Widerstandsfähigkeit des Marktes hat sich im Wachstumspfad gezeigt, trotz einiger dämpfender Schlagzeilen in den letzten Monaten. Die Anwendungsfelder der Blockchain-Technologie in der Finanz- und Realwirtschaft werden immer konkreter. Internationale Top-Unternehmen wie BMW, IBM und Siemens setzen bereits auf Blockchain-basierte IT-Lösungen. Die Marktreife der Blockchain-Technologie ist in der Breite der Weltwirtschaft auf dem Vormarsch und es besteht Handlungsbedarf. Als Gruppe Börse Stuttgart haben wir frühzeitig in das Wachstumsfeld des Kryptohandels und der Verwahrung investiert und können unseren europäischen Kunden heute leistungsfähige Produktlösungen anbieten.

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ENI Ausgabe 07 – Frauenpower

Liebe Leserinnen und Leser, Impact Investing zieht Kreise! War es vor einiger Zeit noch das Thema einer kleinen Gruppe, gibt es inzwischen immer mehr Spezialisten und -innen, die sich in verschiedenen Unternehmen mit der Frage befassen, wie man nicht nur die Welt schützt, sondern auch ein Stück besser gestalten kann. Die Ansätze werden anspruchsvoller, spezieller und vielfältiger, nicht zuletzt, weil immer mehr Frauen sich diesem wichtigen Thema widmen und mit viel Energie und Kreativität ihren Beitrag leisten. Einige von ihnen haben wir gebeten, in dieser Ausgabe zu schildern, was sie im Impact-Bereich tun, wie sie es tun und wohin sie mit diesen Aktivitäten steuern. Die Bereitschaft, die eigenen Aktivitäten zu schildern, war groß, es wurde ein bunter Strauß von Berichten und Themen, die zeigen, wie viele unterschiedliche Sichtweisen, Ansätze, Projekte und Pläne es gibt. So schildert Bincy Kochalumoottil, Chief Growth Officer von der Börse Stuttgart, wie sich digitale Geschäftsmodelle als Wegbereiter für die Zukunft in der Finanzwelt entwickeln; Silke Stremlau, Vorsitzende des Sustainable-Finance Beirates der Bundesregierung, berichtet über Diversität und Diskurs in der Finanzindustrie. Was das Statement von Katharina Beck, Finanzpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag für mehr Frauen in Führungspositionen in der Finanzindustrie eindrucksvoll unterstreicht. Antje Biber, Head SDG Office von Feri, beschreibt die besondere Wichtigkeit des Themas Biodiversität und die damit verbundenen notwendigen Investitionen in die Zukunft und Edda Schröder Gründerin und Geschäftsführerin bei Invest in Visions, schildert die Entwicklungen in der Microfinanz, ein Fazit aus ihrer Investorenreise nach Zentralasien und China. Dr. Rupini Deepa Rajagopalan, Head of ESG Office Berenberg, meint: Impact Investing ist eine komplexe Herausforderung, aber es lohnt sich, glaubwürdige und transparente Ansätze zu entwickeln. Dr. Mariana Bozesan, preisgekrönte Investorin und Mitglied des Club of Rome, geht einen Schritt über das Impact Investing hinaus und sagt: Integrales Investieren ist die Zukunft des Investierens! Dr. Christin ter Braak-Forstinger, Mitgründerin und CEO von Chi Impact Capital, bezeichnet ihren Ansatz als „Conscious Investing“, also als bewusstes Investieren, das den Wandel in eine regenerative Wirtschaft einzuleiten hilft. Katja Müller, Chief Customer Officer bei Universal Investment, ordnet ein und berichtet über eine aktuelle Analyse ihres Hauses zu Spezialfonds: Balance in volatilen Zeiten und Tanja Volksheimer, Fondsmanagerin für einen der ersten deutschen Immobilien Impact Fonds, zeigt auf, wie das Angebot an inklusivem und erschwinglichem Wohnraum erhöht werden kann. Den Abschluss bilden die Artikel von Claudia Rankers, Unternehmerin und Ehrenvorsitzende vom Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz, die den bundesweiten Preis „Erfolgreiche Frauen im Mittelstand“ vorstellt sowie Anke Dembowski, Gründungsmitglied und Co-Geschäftsführerin vom Frauen-Netzwerk Fondsfrauen, die nicht nur aufgrund der gerade genannten Themenvielfalt fordert: Mehr Frauen auf die Panels und in die Fachmagazine! Dem kann ich mich nur anschließen! Informationen von bemerkenswerten Frauen von hoher Kompetenz und herausragenden Ansätzen und Sichtweisen.Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre und würde mich über zahlreiche Rückmeldungen freuen.

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Zehn Jahre Kapitalanlagegesetz

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) wurde am 16. Mai 2013 vom Deutschen Bundestag beschlossen, am 04. Juli 2013 im Bundesgesetzblatt verkündet und trat überwiegend zum 22. Juli 2013 in Kraft. Zeit für eine Rückschau. EXXECNEWS befragte Rechts- und Steuerberater, Finanzdienstleistungsverbände, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Anlagevertriebe zu ihren persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen mit diesem für den deutschen Kapitalmarkt so bedeutenden Gesetz. Ist die Finanzbranche mit diesem „Grundgesetz“ des Kapitalanlagemarktes zufrieden? Wo werden Stärken, wo Schwächen des KAGB gesehen? Wo müsste/könnte nachgebessert werden? Wie sind die Erfahrungen mit der Umsetzung – in der Beratung, in der Konzeption, mit der BaFin, mit der Rechtsprechung? Lesen Sie hier ein Kaleidoskop durchaus unterschiedlicher Meinungen mit sowohl Lob als auch Tadel der deutschen Finanzbranche zu „Zehn Jahre KAGB“. Geleitwort von Dr. Florian Toncar, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen In diesem Jahr feiert das Kapitalanlagegesetzbuch seinen zehnten Geburtstag. Ein Grund zum Feiern? Ich meine: Unbedingt. Ich sehe hierfür drei Gründe: Grund 1: Das Kapitalanlagegesetzbuch – Regeln für einen starken und wettbewerbs- fähigen deutschen FondsmarktDas Kapitalanlagegesetzbuch ist das erste umfassende Regelwerk für alle Investmentfonds und ihre Manager in Deutschland. Es entstand im Jahr 2013 im Zuge der Umsetzung der Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Richtlinie) ins deutsche Recht. Die entscheidende Neuerung war, dass erstmals gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Fondsanbieter in Deutschland geschaffen wurden, da nicht mehr zwischen regulierten und unregulierten Fonds unterschieden wurde. Nicht nur die bislang regulierten Anbieter offener Fonds, sondern auch die Anbieter Geschlossener Fonds wurden dem Regelwerk unterstellt. Kein Fonds gehörte damit mehr dem Graumarktbereich an. Für Anleger bedeutete dies mehr Sicherheit und Klarheit. Das Vertrauen in den Fondsmarkt wurde gestärkt. Das Gesetz stellte zudem eine geglückte Kombination von Bewährtem und Neuem dar. Bewährte Teile des bis dahin geltenden Investmentgesetzes wurden, teilweise unter Anpassungen, übernommen. Dazu gehörte insbesondere der Spezialfonds als wichtiges Anlagevehikel für institutionelle Investoren. Auch die Regelungen zum Liquiditätsmanagement für offenen Immobilienfonds fanden die Gestalt, die sie auch heute noch haben, und brachten Stabilität in diesen Sektor. Grund 2: Gelungene Modernisierung des Aufsichts- und RegulierungsrahmensDas Gesetz, wie wir es jetzt in den Händen halten, ist natürlich nicht mehr dasselbe wie vor zehn Jahren. Der Aufsichts- und Regulierungsrahmen wurde fortwährend erfolgreich an Entwicklungen in Deutschland, in der EU und auf globaler Ebene angepasst. Ein wichtiger Schritt war zuletzt das Fondsstandortgesetz aus dem Jahr 2021. Bundesregierung und Bundestag reagieren immer wieder auf Entwicklungen und Bedürfnisse, das bringt den Fondsstandort voran. Ein konkretes Beispiel für die fortlaufende Modernisierung des Kapitalanlagegesetzbuchs ist, dass es seit 2016 auch gesetzlich geregelt ist, wie Fonds Darlehen vergeben dürfen, womit auf Entwicklungen in anderen EU-Ländern reagiert wurde. Fondsverwaltern stehen seit 2020 mehr Möglichkeiten zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken zur Verfügung. Seit 2021 ist mehr digitale Kommunikation möglich. Als einer der ersten Fondsstandorte in Europa führte Deutschland elektronische und Kryptofondsanteile ein. Auch wurde die Produktpalette der Fondsanbieter im Interesse der Anleger ausgeweitet. Grund 3: Wachstum des deutschen FondsmarktesDer Fondsmarkt ist seit 2013 kontinuierlich gewachsen: Ende 2013 gab es 90 Kapitalverwaltungsgesellschaften mit Vollerlaubnis, Ende 2022 schon 144. Die Zahl der deutschen Fonds stieg in diesem Zeitraum von 5.840 auf 7.715, das verwaltete Fondsvolumen von 1.421 Milliarden Euro auf 2.506 Milliarden Euro. Seit Jahren behauptet Deutschland den dritten Platz als Standort für die Auflage von Fonds im Euroraum. Diese Zahlen belegen, dass es gelungen ist ein attraktives Umfeld für Investmentfonds in Deutschland zu schaffen. AusblickMit dem Entwurf des Zukunftsfinanzierungsgesetzes gehen wir einen weiteren Schritt, um Investitionen in den Klimaschutz zu mobilisieren. Das Kapitalanlagegesetzbuch soll geändert werden, um die Anlagemöglichkeiten für Fonds im Bereich der Erneuerbaren Energien auszuweiten.Auch auf der europäischen Ebene geht die Entwicklung weiter. Nach dem Abschluss der Verhandlungen über die Änderungen der AIFM-Richtlinie werden wir uns zügig an die Umsetzung machen. Wir werden die dann europäisch einheitlichen Regeln über die Anforderungen an Fondsverwalter, die darlehensvergebende Fonds verwalten, und den Einsatz von Liquiditätsmanagementtools ins Kapitalanlagegesetzbuch einarbeiten. Auf europäischer Ebene wird nachgezogen, was es zum Beispiel in Deutschland schon gibt, und dadurch ein weiterer Schritt getan, um gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU zu schaffen.Zehn Jahre Kapitalanlagegesetzbuch – mit diesem Gesetz wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung gelegt. Die Bundesregierung wird daran arbeiten, dass Investmentfonds auch in den nächsten zehn Jahren eine attraktive Form der Geldanlage sein werden.

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Das neue Jahrbuch der Deutschen Anlageberatung ist erschienen

Das Jahrbuch der Deutschen Anlageberatung stellt die wichtigsten Marktpartner der privaten Kapitalanlagebranche vor. Insofern ist dieses Jahrbuch das Schaufenster einer bedeutenden Investment-Industrie, das Who-is-Who der Sachwertbranche. Schwerpunkt-Thema 2023 sind zehn Jahre Kapitalanlagegesetzbuch: Neben einem Geleitwort von Dr. Florian Toncar, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, bietet das Jahrbuch Statements und Einschätzungen von 30 Profis aus den Bereichen Recht, Verbände, KVGen und Vertriebe. Erstmals in diesem Jahr enthält das Jahrbuch ein Kapitel zur Honorar-Anlageberatung. Außerdem: Die Darstellung von elf Assetklassen mit einem Überblick der in Platzierung befindlichen Angebote, sowie Kennzahlen von 235 alternativen Investmentfonds (AIF) und Zusammenfassungen der Lageberichte von 38 Vermögensanlagen. Im Jahrbuch der Deutschen Anlageberatung 2023 finden Sie Unternehmensportraits der wichtigsten Marktpartner der privaten Kapitalanlagebranche: 39 Kapitalverwaltungsgesellschaften 6 Investment-Manager 12 Anbieter offener Immobilienfonds 7 Crowdfunding-Unternehmen 16 Anbieter von Vermögensanlagen 18 Honorar-Anlageberater 25 Allfinanz Vertriebe 16 Pools Haftungsdächer 3 Serviceunternehmen 9 Verwahrstellen 16 Kanzleien und Wirtschaftsprüfer Zum Jahrbuch https://www.dfpa.info/files/inhalte/epaper/epaper-jahrbuchderdeutschenanlageberatung2023/index.html

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