Tag: 6. März 2023

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EXXECNEWS INSTITUTIONAL

Investorenbefragung zu Private Equity & Private Debt

EXXECNEWS INSTITUTIONAL hat BERRI research beauftragt ein kurzes Meinungsbild zur aktuellen Bedeutung von Private Markets Investitionen in Equity und/oder Debt abzufragen. Die Befragten repräsentieren ein Vermögen von rund 350 Milliarden Euro. Es gibt für dieses Blitzlicht keinen Anspruch auf Repräsentativität. Deutlich überdurchschnittlich nahmen Family Offices und „Sonstige professionelle Investoren“ an der Befragung teil. Die Ergebnisse sind also stark von Haltung unregulierter Investoren geprägt. Viele aus dieser Gruppe machten keine Angaben zu ihrem verwalteten Vermögen. Nahezu alle Befragungsteilnehmer sind aktuell in Private Equity oder Private Debt investiert. Auch hier können wir keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben. Es ist definitiv so, dass Entscheidungsträger sich kaum an Befragungen beteiligen, die nichts mit ihrer aktuellen Positionierung gemein haben. Der einfache Durchschnitt der Investitionen in Private Equity oder Private Debt ist bei 38 Prozent. Wenn wir – trotz der teilweise fehlenden Transparenz – ein volumensgewogenes Mittel feststellen, so liegt dies bei rund zehn Prozent. Wie ist dies zu erklären?Die großen regulierten Vermögensmassen haben schon allein wegen der regulatorischen Begrenzungen Allokationen deutlich unter zehn Prozent. Das Renditepotenzial ist neben den Möglichkeiten zur Diversifizierung und der Erschließung neuer Märkte und Themen die wesentliche Motivation der Investoren. Hier gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Investorengruppen und in den Größenklassen. Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung für Investoren in diesen Assetklassen. Je kleiner die Volumina, um so deutlicher ist die nachhaltige Ausrichtung. Bezüglich der aktuellen Präferenz zwischen Private Equity und Private Debt gibt es einen klaren Trend zugunsten Private Debt. Je größer die Investoren, um so deutlicher fällt diese Haltung auf. Große Private/unregulierte Vermögen bevorzugen weiterhin nahezu unverändert Private Equity. Für alle Befragten sind die beiden Assetklassen von besonderer Bedeutung für ihre Allokation. Ein Befragter kommentiert: „Wir verbringen mit diesen Assetklassen ebenso viel Zeit wie mit dem Rest unseres Portfolios“. Demografische Angaben Anteil an der Assetallokation Thematische Fragen

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Verifort Capital setzt massiv auf Value Add bei Immobilien

„Wachstum mit stark gesteigerter Präsenz in den Bereichen Health&Care und Gewerbe-Value-Add“ annonciert der Immobilienfonds- und Asset-Manager Verifort Capital Anfang Februar in einer Pressemeldung. Jens Müller, Chief Sales Officer (CSO) und neu in der Geschäftsführung der Verifort Capital Group GmbH, und Alexander Klein, Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Verifort Capital Distribution GmbH, werden diese Aktivitäten künftig pushen. EXXECNEWS hat die beiden Immobilien- und Vertriebsprofis zu einem Gespräch über die neue strategische Ausrichtung des Vertriebes eingeladen. Das sagen sie …… zur Profilierung als strategische Basis:Verifort Capital hat sich einen Namen als Spezialist für Pflegeimmobilien gemacht. Im Grunde aber ist Verifort Capital bereits seit vielen Jahren ein Spezialist für die Entwicklung von Bestandsimmobilien im gewerblichen Bereich – sowohl beispielsweise bei Büros oder im Einzelhandel. Für dieses Jahr plant Verifort Capital drei Anlageprodukte in zwei Assetklassen an den Markt zu bringen. … zur Auswahl von Anlageimmobilien:Der heutige Markt der Gewerbeimmobilien stellt hohe Anforderungen an die Auswahl geeigneter Anlageobjekte und setzt die detaillierte Prüfung und Analyse der jeweiligen Möglichkeiten voraus. Verifort Capital besitzt die hierfür erforderliche Kompetenz und personelle Kapazität. Die beiden Spezialisten bringen es auf den Punkt: „Wir kaufen keine Katze im Sack.“ So muss neben allgemeinen Standortfragen und Objektqualität beispielsweise im Health&Care-Bereich auch geprüft werden, ob auf Betreiberseite genügend Reserven zur langfristigen Deckung des Personalbedarfs zur Verfügung stehen. … zum Investment-Schwerpunkt Gewerbe-Value-Add:Vielfach haben in die Tage gekommene Gewerbeimmobilien – Büros wie auch Pflegeimmobilien – einen Entwicklungsbedarf, müssen renoviert und verbessert werden. Sie besitzen dadurch erhebliche Value-Add-Chancen – insbesondere wenn auch die gestiegenen Nachhaltigkeitsaspekte und die damit verbundenen Investitionen berücksichtigt werden sollen, was gerade bei den geplanten Artikel-8-Fonds von Verifort Capital der Fall ist. Allgemein können die B- und C-Standorte mit dem größeren Nachholbedarf an Investitionen als „Value-Add-Märkte“ angesehen werden. Sie bieten heute höhere und risikoärmere Investmentmöglichkeiten als die Prime-Standorte. … zur Investoren-Zielgruppe:Im Vordergrund steht weiterhin das Retail-Angebot, also geschlossene Publikums-AIF. Daneben stehen aber auch semi-professionelle und institutionelle Investoren im Fokus. In diesem Jahr wird Verifort Capital zwei Publikums-AIF und einen Spezial-AIF in den Vertrieb nehmen. … zu den Vertriebsschienen:Schwerpunkt bleibt der freie Vertrieb, aber auch Pools, Haftungsdächer und Banken. Eben die ganze verfügbare Vertriebspalette.

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Dr. Peters Group: Platzierungserfolg mit neuer Unternehmensanleihe

Kurz nach Vertriebsstart verdoppelte der Dortmunder Asset Manager Dr. Peters Group das Emissionsvolumen seiner ersten öffentlich angebotenen Unternehmensanleihe. Nils Hübener, Co-CEO der Dr. Peters Group, sagte, dass die Anleihe „den Nerv von Investoren“ getroffen habe. EXXECNEWS sprach mit Sebastian Podwojewski, dem Pressesprecher der Dr. Peters Group, über die Hintergründe dieses Erfolgs. Podwojewski: Insbesondere die im Sachwertfinanzierungsmarkt vergleichsweise kurze Laufzeit und der angebotene Festzins stießen auf großes Interesse. Dass sich dieses Interesse in den guten Platzierungszahlen zeigt, ist für uns ein klarer Beleg dafür, dass dieses Investment den Nerv von Investoren trifft. Heute, nach rund drei Monaten Vertrieb, stehen wir bereits bei einem Platzierungsvolumen von mehr als acht Millionen Euro. Die Erlöse sollen zum „Ausbau des Immobiliengeschäftes“ eingesetzt werden. Was muss man sich darunter bei einem bereits langjährig erfolgreichen Immobilieninvestor vorstellen? Podwojewski: Für dieses und das kommende Jahr ist vorgesehen, unser Ankaufsvolumen im Immobilienbereich gegenüber den beiden Vorjahren mindestens zu verdoppeln. Für eine derartige Wachstumsfinanzierung sind Anleihen ein bewährtes Instrument und eine sinnvolle Ergänzung zum Fremdkapital durch marktübliche Kredite. Das wird insbesondere von Banken positiv gesehen, weil sie erkennen, dass wir uns auch über den Kapitalmarkt refinanzieren können und entsprechend hohes Vertrauen unserer Investoren genießen. Auch soll durch die Anleihe Ihr institutionelles Geschäft in den Assetklassen Aviation und Erneuerbare Energien weiterentwickelt werden. Was ist geplant? Podwojewski: Erst kürzlich haben wir die Prospektfreigabe für einen Artikel-9-Fonds erhalten, mit dem semiprofessionelle und institutionelle Investoren in europäische Windkraft- und Solaranlagen investieren können. Zudem wird es in diesem Jahr ein neues Angebot aus dem Aviation-Bereich geben, das exklusiv für institutionelle Investoren konzipiert worden ist. In einem weiteren Schritt wollen wir auch passende Immobilieninvestments offerieren. Das Angebot einer Unternehmensanleihe stellt neben Ihren bisherigen Anlagefonds ein anderes Anlagekonzept dar. Wird dies ein neues Standbein der Dr. Peters Group? Podwojewski: Unser Anspruch ist es, mehr Menschen für Sachwerte zu begeistern und dafür Produkte zu konzipieren, die zu den veränderten Anlagepräferenzen und Marktbedingungen passen. Daher haben wir unser Angebotsspektrum bereits in den vergangenen zwei Jahren sukzessive erweitert – beispielsweise um Spezialfonds und Wertpapiere. Auch nach vorne raus wollen wir uns diese Fähigkeit zur Flexibilität in der Produktkonzeption bewahren.

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„SPACs bieten auch 2023 nahezu risikolose Renditen“

SPACs sind eine der besten Long-only-Anlagen des schwierigen Kapitalmarktjahres 2022 gewesen. Der Index „SPACs Without Deals“, der all jene Special Purpose Acquisition Companies („SPACs“) zusammenfasst, die noch keine Übernahme angekündigt oder vollzogen haben, zeigt eine Jahresperformance von 2,7 Prozent in US-Dollar – und das ganz ohne Drawdown nach Kriegsausbruch. Derweil verlor der MSCI World 18,1 Prozent, Anleihen kamen gemessen am Bloomberg Global Aggregate Index auf ein Minus von 16,2 Prozent. SPACs haben also in Summe genau das gemacht, was sie im Worst-Case-Szenario tun sollen: Kapital erhalten. Hinter den Kulissen war allerdings nicht alles so ruhig, wie die Performance vermuten lässt. Nachdem das Anlagesegment während der zinsgetriebenen Risk-on-Phase im Jahr 2020 und im ersten Halbjahr 2021 den Gartnerschen Hype-Zyklus im Schnellverfahren durchlaufen hatte, ist statt extremer Euphorie Ernüchterung geblieben. Besonders die Privatanleger, welche den schnellen Gewinn gesucht hatten, haben die Anlageklasse inzwischen wieder verlassen. Stattdessen hat sich ein gut funktionierendes, rationales und rein institutionelles Nischenanlagesegment etabliert, das mit interessanten Eigenschaften überzeugt. Frühere Kapitalrückgaben treiben Renditen in die HöheSPACs sind im Risk-off-Markt des Jahres 2022 zum reinen Yield-Play geworden: Sie bieten in der aktuellen Marktphase eine Verzinsung wie Anleihen – je nach Region zwischen vier und sechs Prozent per annum – jedoch ohne Durations- oder Kreditrisiko. Derzeit gibt es weltweit noch rund 500 aktive SPACs, deren Geld treuhänderisch verwahrt wird, und die – zumindest theoretisch – nach Übernahmezielen suchen. Faktisch befindet sich der globale IPO-Markt jedoch aktuell im krisenbedingten Tiefschlaf – und analog dazu auch das Umfeld für Venture-Capital-ähnliche Investments. Monatlich kommen daher derzeit nur noch vereinzelt neue SPACs an die Börse und stattdessen geben mehr und mehr Sponsoren das verwahrte Geld – wie in diesem Szenario auch vorgesehen – an die Investoren zurück. Der Angebotsüberhang bei SPACs baut sich dadurch ab und das Umfeld für SPAC-Arbitrageure bleibt attraktiv, da frühere Kapitalrückgaben die erzielbaren Renditen in die Höhe treiben. Im Jahr 2023 stehen für SPACs drei Themen im Vordergrund: Erstens wird Anlagedruck nun auch für SPACs aufkommen, die im Jahr 2021 an die Börse kamen und deren Laufzeitende entsprechend naht, mit einigen Last-Minute-Deals als Konsequenz. Zweitens erwarten wir zahlreiche (vorzeitige) Liquidationen von SPACs, deren Sponsoren kein Zielunternehmen identifizieren können oder wollen. Drittens werden sich weitere spannende Anlagemöglichkeiten aus der Angebot-Nachfrage-Situation ergeben. Überfinanzierung von Treuhandvermögen und eine höhere Optionsscheindeckung bei neuen SPACs sind heute Standard – garantierte Renditen auf Endfälligkeit von mehr als fünf Prozent damit ebenso. Nischenrendite-Instrument mit einzigartig asymmetrischem Risiko-Ertrags-ProfilZwar haben SPACs infolge des jüngsten Zinsanstiegs auf dem Papier Konkurrenz von Anleihen bekommen. Diese Rechnung kann aber trügen und setzt voraus, dass zum einen Durations- beziehungsweise Kreditrisiken bei Anleihen nicht bestehen und zum anderen der Status quo (negative mittel- und längerfristige Stimmung an den Finanzmärkten) bestehen bleibt, sodass die den SPACs innewohnende Optionalität und Chance auf deutliche Kursgewinne sich niemals materialisiert. Auch wenn dies zumindest für die erste Jahreshälfte 2023 unwahrscheinlich erscheint, hat 2022 uns gelehrt: Sag niemals nie. Bis dahin bleiben SPACs eine attraktive Rendite-Beimischung in Portfolios.Für 2023 steht also fest: Auch wenn die Fabelvolumen von 2021 wahrscheinlich nie mehr erreicht werden, sind Börsenmäntel als Alternative zu klassischen IPOs oder Private-Equity-Buyouts gekommen, um zu bleiben – und SPAC-Arbitrage als Nischenrendite-Instrument mit einzigartig asymmetrischem Risiko-Ertrags-Profil für professionelle Investoren ebenso. Der SPAC-Markt wird sich also gesundschrumpfen und mit verbesserten Anreizen sowie Kontrollmechanismen für Sponsoren und Investoren weiterentwickeln. SPACs bei BantleonNeben Spezialfondsstrategien bewirtschaftet Bantleon SPACs als Beimischung im Aktienfonds „Bantleon Event Driven Equities“, der im Juni 2019 aufgelegt wurde. Der auf Fusionen und Übernahmen fokussierte Fonds erhielt im Jahr 2022 erneut einen €uro Fund Award und wurde als Most Innovative Merger Arbitrage Fund 2022 in Europa gekürt sowie Ende 2021 mit dem Worldwide Finance Award als bester Nachwuchsfonds ausgezeichnet. Der alternative Aktienfonds hat das Ziel einer überdurchschnittlichen, weitestgehend marktunabhängigen Rendite und investiert dazu in verschiedene unternehmensspezifische Event-Kategorien.

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„Wir leisten damit einen Beitrag, das Image des
Beteiligungsmarktes weiter zu verbessern.“

Unter Führung der Hannoverschen Volksbank beteiligt sich ein Bankenkonsortium mit 80 Prozent am Hamburger Investmenthaus Immac Group. EXXECNEWS sprach mit Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, und Vorstand Matthias Battefeld, dem künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Immac Holding AG. Das sagen sie…… über die Motive der Beteiligung: Wache: Als in der Region verankerte, traditionelle Volksbank sind wir im klassischen Privat- und Firmenkundengeschäft gut aufgestellt. Das ist unser Kerngeschäft. Aber Kundenansprüche verändern sich und in der Demografie des Kundenbestandes sind deutliche Änderungen zu erkennen: Auch wenn Volksbanken bislang selten als Unternehmenskäufer aufgetreten sind, wurden wir für bestimmte Gruppen, die heute über die Generationsnachfolge nachdenken, interessante Partner. Gerade Unternehmen in Privathand mit Tradition, die langfristig denken, bei denen die Unternehmenskultur erhalten bleiben soll, bei denen man sicher sein will, dass das Unternehmen fortgeführt wird.Über unsere Kollegen von der Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG sind wir bezüglich der Immac-Gruppe ins Gespräch gekommen. Sicherlich mussten wir uns zuerst fragen, passen wir zueinander? Kennen auch wir uns grundsätzlich im Geschäft aus? Handelt es sich um einen langfristig erfahrenen Partner? Für uns entscheidend war das bewährte Management, das bewiesen hat, das Geschäft erfolgreich zu führen. Wichtig ist für uns auch, dass das Management – wie jetzt bei der Immac Group – an Bord, in der Verantwortung bleibt. Und das Geschäft muss zu uns passen. Uns geht es nicht um Beteiligungsmanagement für die mittelständische Wirtschaft, sondern durchaus um die Ergänzung unseres Kerngeschäftes.Battefeld: Die Immac Group hat den Erfolg ihrer Geschäftsmodell-Kette, an deren Ende der Vertrieb von AIF, von alternativen Investmentfonds an Anleger steht, über viele Jahre bewiesen. Daher war die Bewahrung dieses Geschäftsmodells mit die Grundvoraussetzung für unser Engagement. Wir sehen keine Veranlassung, am Geschäftsmodell etwas Grundlegendes zu verändern. Wir sehen aber Erweiterungsmöglichkeiten: Die Immac Group ist deutschlandweit vertreten. Neben Österreich und Irland entfallen immer noch rund 80 Prozent des Geschäftes auf Deutschland. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Regionalbanken vor Ort, die einerseits den Markt gut kennen und auch in den Größenordnungen finanzieren können, die die Immac-Objekte üblicherweise haben. … über die Immac Group: Battefeld: Die Immac Group hat gerade in der zurückliegenden schwierigen Zeit bewiesen, dass sie diesen Herausforderungen erfolgreich begegnen konnte. Wir sind der Überzeugung, dass Immac das Geschäft bereits allein sehr gut macht, dass aber in der Zusammenarbeit noch erhebliches Potenzial zu sehen ist. Wir haben großen Respekt vor der unternehmerischen Leistung von Marcus Schiermann. Für uns war auch wichtig, das Modell und die Absichten zu verstehen, wie er sein Unternehmen führt, mit welcher strategischen Zielsetzung er unterwegs war – ergänzt durch die operativ Verantwortlichen im Vorstand, wie Thomas Roth, der nun in den Aufsichtsrat wechselt, und die weiter als Vorstände agierenden Mechthild Mösenfechtel und Jens Wolfhagen. Das war für uns bei der Prüfung ganz wichtig. Wir maßen uns nicht an, das erfolgreiche Geschäftsmodell besser zu machen. Uns war und ist daher wichtig, dass das erfolgreiche Managementteam an Bord bleibt. Neben dem Management werden wir selbstverständlich auch an der Marke festhalten. Wenn wir uns die heutige Finanzierungsstruktur ansehen, dann sind es im Wesentlichen die örtlichen Banken, Volksbanken und Sparkassen, die Immac in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben. Und das soll weitergeführt und ausgebaut werden. … über mögliche neue Produkte: Battefeld: Die operativen Entscheidungen – ob beispielsweise vermehrt Spezial-Fonds oder auch offene Fonds angeboten werden – bleiben unverändert beim bestehenden Management. Das Modell wird mit den handelnden Personen weitergeführt. Der Vorstand der AG führt das Unternehmen in seiner Verantwortung. Der Aufsichtsrat wird nicht ins Tagesgeschäft eingreifen. Auch stellen wir als Bank im Aufsichtsrat nur ein Mitglied. Neben Herrn Schiermann und Herrn Roth ist dort erfreulicherweise viel fachliche Kompetenz vertreten. … über freien Vertrieb und Bankenvertrieb: Battefeld: Das erfolgreiche Geschäftsmodell der Immac Group umfasst insbesondere auch die bisherigen Vertriebswege. Hier sehen wir keinen aktuellen Handlungsbedarf, etwas zu verändern. Wir sehen aber die Option der Erweiterung der Zusammenarbeit auf der lokalen Ebene der Volksbanken/Raiffeisenbanken. Die einzelnen Volksbanken verfolgen unterschiedliche Strategien, ob sie überhaupt AIF in ihr Produktportfolio übernehmen. Die regulatorischen Anforderungen sind ja nicht einfacher geworden. Wir selbst haben seit ein paar Jahren die Grundlage geschaffen, dass unsere Beraterinnen und Berater AIF bei ihren Kunden platzieren können. Dieses ist sicherlich weiter ausbaufähig. Wache: Die Banken haben sich in den letzten Jahren im Rahmen der Verbreiterung ihrer Asset Allocation dem Immobilienbereich geöffnet. Wir auch. Die Klasse der Pflegeimmobilien wird üblicherweise über AIF konzipiert. Wir gehen davon aus, dass das Interesse weiter steigen wird. … über Expansionsmöglichkeiten: Wache: Unser Interesse ist es, der Immac Group lokale Partner, insbesondere aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe, zuzuführen, damit diese an den Finanzierungen und im Vertrieb der AIF partizipieren können. Battefeld: Wir glauben, dass es für lokale Partner im Netzwerk der genossenschaftlichen Finanzgruppe an Standorten, wo die Immac Group noch nicht präsent ist, in der Wertschöpfungskette viele Kooperationsmöglichkeiten geben kann – über Grundstücksbeschaffung, den Bau bis zur Beschaffung lokaler Betreiber. Kooperationen sind möglich in der Finanzierung, aber auch darin, ein lokales Projekt den eigenen Kunden als Anlagemöglichkeit anzubieten. Wir wollen bestehenden Finanzierungspartnern nichts wegnehmen, nicht der ausschließliche Finanzierungspartner werden, sondern dort, wo es sich anbietet, die regionalen Partner einbeziehen. … über die bisherigen Reaktionen: Wache: Wir haben viel positive Resonanz bekommen, auch aus dem Netzwerk der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Mit unserer unternehmerischen Beteiligung an Immac wollen wir der genossenschaftlichen Finanzgruppe zusätzliche Chancen bieten. Wir glauben, damit einen Beitrag zu leisten, das Image des Beteiligungsmarktes weiter zu verbessern. … über den Beteiligungsmarkt: Wache: Unser Interesse liegt in erster Linie auf dem Kerngeschäft der Immac, also auf den Sozialimmobilien und dem Hotelsegment. Teil unseres Geschäftsmodells ist auch der Wohnbau. Daneben gibt es weitere Segmente mit Transformationsherausforderungen. Eine davon ist die Energiewende. Dieser Markt ist noch stark auf Förderung ausgerichtet und die Nutzung privater Anlegergelder wird dabei noch vernachlässigt. Auch dafür braucht es die richtigen Partner. Battefeld: Wenn man den Beteiligungsmarkt ansieht, muss man zuerst an das Grundgeschäft denken. Und das ist die Pflegeimmobilie. Das ist ein Thema, das uns lange begleiten wird. Wir alle werden älter, die Ansprüche an Pflegeimmobilien, an die Qualität werden sich ändern – die Pflegeimmobilie bleibt ein Zukunftsthema.

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„Es steckt in unserer DNA, wissenschaftliche Erkenntnisse zur
Anwendung zu bringen“

Mit der Auszeichnung als „Bester Impact Investor 2022“ wurde die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) erst kürzlich geehrt und zeigt damit die immer wichtiger werdende Bedeutung von wirkungsorientierten Anlagestrategien in der Kapitalanlage. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert und finanziert hauptsächlich Forschungsprojekte an Hochschulen und leistet damit einen Beitrag zur langfristigen Entwicklung von innovativen Technologien.Über die Kapitalanlage der Carl-Zeiss-Stiftung hat unsere Co-Herausgeberin Hanna M. Hornberg mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Hannes Banzhaf gesprochen. Hanna M. Hornberg: Herr Banzhaf, Sie sind schon seit einigen Jahren bei der CZS tätig und für die Kapitalanalgen der Stiftung verantwortlich. Was ist die Besonderheit der CZS als institutioneller Investor? Hannes Banzhaf: Eine Besonderheit ist, dass wir nicht das eigentliche Stiftungskapital am freien Kapitalmarkt anlegen, da es sich hier um die Stiftungsunternehmen Zeiss und Schott handelt. Beide Unternehmen sind Aktiengesellschaften, die wir zu hundert Prozent halten. Das heißt, wenn wir über das Thema Vermögensanlage sprechen, dann geht es um die Liquidität aus den Dividenden der beiden Unternehmen. Daraus ergibt sich als weitere Besonderheit, dass diese Liquidität nur zum Teil längerfristiger angelegt werden kann. Da wäre es eine Option, dass man die Liquidität nur in kurzfristige Anlagen oder geldmarktnah anlegt. Wir sind einen anderen Weg gegangen und legen bewusst einen Teil unserer strukturellen Liquidität längerfristiger an. Für dieses Teil-Portfolio haben wir uns ein Renditeziel gesetzt, das sich an einer relativ niedrigen Risikoneigung orientiert. Gleichzeitig ist unser Portfolio stark diversifiziert, sodass wir auch in Anlageklassen investieren wie zum Beispiel Private Equity oder Venture Capital. Für uns steht das in keinem Widerspruch zu dem Ziel eines relativ wertstabilen Portfolios. Hornberg: Sind das dann auch die Herausforderungen für Sie aktuell und wo sehen Sie die längerfristigen Herausforderungen? Banzhaf: Was die Vermögensanlage der Stiftung angeht, würde ich sagen, dass momentan die Herausforderung darin besteht, dass wir in den letzten Jahren relativ viele Geschlossene Fonds im Bereich Privatmarkt gezeichnet haben. Da müssen wir jetzt darauf achten, dass wir nicht übersteuern, sowohl im Bereich der administrativen Komplexität als auch hinsichtlich der Anzahl der Zielfonds und Asset Manager. Wichtig ist es, einen langfristigen Investmentplan auszuarbeiten und lange genug, rund 10 bis 15 Jahre, voraus zu blicken. Wir sind nun selektiver, wenn es um die Frage geht, ob wir einen neuen Manager an Bord nehmen. Wenn wir Zeichnungen vornehmen, insbesondere im geschlossenen Bereich, sind es nun meist bewusst größere Volumina (Tickets), damit wir langfristig nicht zu kleinteilig investiert sind. Dabei schauen wir auch dezidiert darauf, welche Strategien unsere bestehenden Asset Manager im Fundraising haben und bei welchen bestehenden offenen und liquiden Fonds wir das Volumen erhöhen können, ohne die Anzahl der Finanzanlagen zu erhöhen. Hornberg: Das heißt also insgesamt eine auf Langfristigkeit ausgerichtete Strategie und damit auch Themen, mit denen man sich auch langfristig beschäftigen muss. Sie sind als Carl-Zeiss-Stiftung eine Förderstiftung mit dem Fokus auf die sogenannten MINT Bereiche (also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) – also auch Themen, die aus nachhaltiger Sicht eine wichtige Rolle spielen. Gilt das auch für die Kapitalanlage der Stiftung? Banzhaf: Ja – wir sind eine auf Gemeinwohl ausgerichtete Stiftung und wir haben in den letzten Jahren Schwerpunktthemen definiert, die wir aus gesellschaftlicher Sicht für relevant halten. Daher macht es aus unserer Sicht Sinn, dass wir diese Themen auf der Finanzanlageseite spiegeln. Ich sage immer gerne: Auf der Förderseite, wenn man es rein finanziell betrachtet, gehen wir einen „garantierten Verlust“ von hundert Prozent ein, und auf der Finanzanlageseite ist es möglich, dass wir einen zusätzlichen Impact generieren, ohne dass wir nur einen Euro verlieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir marktübliche Renditen erzielen und gleichzeitig Impact generieren können. Hornberg: Das heißt also, dass Sie sich nicht nur aus Ihrer Fördertätigkeit und Ihrer Überzeugung mit dem Thema Impact beschäftigen, sondern auch systematisch in Ihre Kapitalanlage einbauen. Illiquide Anlageklassen wie beispielsweise Private Equity/Private Debt oder Infrastruktur haben insbesondere in den letzten Jahren, auch bedingt durch die niedrigen oder kaum vorhandenen Zinsen, eine immer größere Bedeutung gewonnen. Wie geht Ihr Haus mit dem Thema um beziehungsweise welche Rolle spielt zum Beispiel Private Equity oder Private Debt in dem Zusammenhang für Ihr Haus? Banzhaf: In der Niedrigzinsphase gab es einen signifikanten Renditeabstand zwischen Privatmarktanlagen wie zum Beispiel Private Equity oder Private Debt im Vergleich zu insbesondere Anleihen. Der Renditeabstand hat sich jetzt deutlich verringert, aber trotzdem sind wir weiterhin davon überzeugt, dass Privatmarktanlagen mehrere Vorteile haben, die für ein Portfolio wichtig sind. Ich beginne mit dem nichtfinanziellen Vorteil: Impact kann man vor allem durch Privatmarktanlagen erzielen, da hier gezielt zusätzliches Kapital zur Verfügung gestellt wird. Auf der finanziellen Seite haben Privatmarktanlagen auch wichtige Vorteile: Ein relevanter Vorteil ist, dass viele Privatmarktanlagen ganz unterschiedliche Risikofaktoren haben, die sich relativ unabhängig voneinander realisieren, und damit eine relativ tiefe Korrelation zum Gesamtportfolio aufweisen. Und das ist aus unserer Sicht entscheidend für eine hohe Diversifikation. Darüber hinaus gibt es noch Illiquiditäts- und Komplexitätsprämien, die zusätzlich für Privatmarktanlagen sprechen. Stiftungen, die – anders als wir – das Stiftungskapital am freien Kapitalmarkt anlegen, haben quasi keine Liquiditätsbeschränkungen und können maximal illiquide anlegen. Vor dem Hintergrund erstaunt es, dass so viele Stiftungen größtenteils oder sogar vollständig liquide anlegen und damit wenig oder keine Illiquiditätsprämien vereinnahmen. Hornberg: Gibt es für Sie Strategien, die eine besondere Relevanz haben oder denen Sie Vorrang geben würden? Banzhaf: Grundsätzlich haben wir dahingehend schon eine gewisse Offenheit und schauen uns an, was aus finanzieller und nicht-finanzieller Sicht am besten zu uns passt. Unsere Stiftungsunternehmen Zeiss und Schott haben früh von Kooperationen mit der Wissenschaft profitiert. Zum Beispiel hat Ernst Abbe die wissenschaftliche Expertise für den Mikroskop-Bau bei Zeiss eingebracht. Deshalb steckt es sozusagen in unserer DNA, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Anwendung zu bringen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für eine Investition in einen Venture Capital Fonds entschieden, und setzen im Bereich Private Equity auf Fonds mit Ausrichtung auf Growth, relativ frühphasig, und nicht im Bereich Buy-out. Im Bereich Buy-out gibt es unseres Erachtens viel Kapital, welches bereitsteht, da ist der Kapitalbedarf für die Firmen oft nicht mehr so groß. Hornberg: Und was haben Sie sich in dem Zusammenhang für dieses Jahr in Sachen Privatmarktanlagen, insbesondere nach dem schwierigen Jahr 2022 am Kapitalmarkt,

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