Tag: 1. Juli 2022

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Goran Vasilijevic in Anzug und Krawatte
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Die Rückkehr des Value Investing steht bevor

Nachdem das Value Investing in den vergangenen Jahren ein Schattendasein geführt hat, kommt dieser Anlagestil nun zurück. Das hat auch mit steigenden Zinsen und nachlassender wirtschaftlicher Dynamik zu tun. Es ist jetzt die richtige Zeit, durch eine geschickte Aktienauswahl überdurchschnittliche Werte für unterdurchschnittliche Bewertungen zu erhalten. Und es gilt: Die besten Kaufgelegenheiten für Value-Aktien bieten sich immer dann, wenn der Markt sehr pessimistisch ist. Mit „The Paradox of Dumb Money“ beschreibt Wesley Gray in seinem Buch „Quantitative Value: A Practitioner‘s Guide to Automating Intelligent Investment and Eliminating Behavioral Errors“ das Phänomen, dass viele Anleger schlechter abschneiden als die Fonds, in die sie investieren. Der Hintergrund: Gier und Überschätzung der eigenen Fähigkeiten verleiten Investoren oft dazu, zum falschen Zeitpunkt die falschen Schlüsse zu ziehen und vor allem auch emotional zu entscheiden. Dadurch schneiden viele Investoren deutlich schlechter ab als die Portfolien, in denen sie investiert sind.Dabei spielt neben der Tendenz, bei Abschwüngen aus Panik heraus mit der Masse zu verkaufen und Verluste zu realisieren, auch der Herdentrieb in die andere Richtung eine Rolle. Anleger laufen der Marktentwicklung oftmals hinterher, weil sie einsteigen, wenn es bereits gut läuft. Dabei ist es schon zu spät, um langfristig gute Ergebnisse zu erzielen, weil sie dadurch oft bereit sein müssen, die Assets zu einem höheren Preis aber noch wichtiger oft zu einer höheren Bewertung zu kaufen. Wer in das Segment investiert, das das Beste war, begibt sich der Gefahr, einen großen Teil des Zyklus schon verpasst zu haben. Denn die Bewertung zum Startpunkt einer Investition spielt die wichtigste Rolle auf zukünftige Performance. Fehlertoleranz sehr geringDas Risiko zeigt sich seit Monaten im Bereich Technologie- beziehungsweise Wachstumswerte. Dabei bewegten sich Anleger häufig weg von den fundamentalen Bewertungen und befassten sich ausschließlich mit der Upside und nur sehr wenig mit der Downside. Das Problem: Bei hochbewerten Unternehmen aus dem Growth-Bereich ist die Fehlertoleranz sehr gering, und jede Abweichung der Entwicklungsprognose vergrößert das Risiko einer erheblichen Downside. Daraus entsteht das Risiko, einen zu hohen Preis für einen Wert zu bezahlen und somit auf lange Sicht eine schwächere Performance zu erreichen. Je höher die Bewertung ist, desto höher ist der „Druck“, den die Investoren auf die Aktie ausüben. Sie haben hohe Performanceerwartungen an diese Werte, weil sie diese mit hohen Bewertungen eingekauft haben. Bei Nichterfüllen dieser Erwartungen erfahren Aktien deutliche Kursverluste. Das bedeutet: Es ergibt viel mehr Sinn, in Konzepte und Prozesse zu investieren, die heute gut positioniert sind, einen neuen Zyklus voll mitzunehmen. Es wird weiterhin vom Markt prozyklisch gekauft, also nachdem ein Segment gut war. Dabei ist eine überdurchschnittliche Performance langfristig wesentlich leichter zu erreichen, indem substanzstarke Fondsanteile gekauft werden, wenn sie niedrig bewertet sind. Aus diesem Grund steigt auch die Bedeutung des Value Investing derzeit stark an, nachdem er fast Jahrzehnt im Dornröschenschlaf verbracht hatte. Value-Investoren kaufen Aktien (auch solche, deren innerer Wert möglicherweise wenig Wachstum in der Zukunft beinhaltet) aus Überzeugung, dass der aktuelle Wert im Vergleich zum derzeitigen Preis höher liegt. Das folgt dem Motto Warren Buffets: „Price is what you pay. Value is what you get“. Steigende Zinsen wirken sich ausEs gilt also, so viel Wert wie möglich zu bekommen und dafür die kleinstmögliche Summe zu zahlen. Das wird als „Maximal Upside“ bezeichnet. Dafür bietet sich das derzeitige Marktumfeld besonders an. Disziplinierte Value-Anleger haben nach langer Dursttrecke gute Gründe, vorsichtig optimistisch zu sein. Die Bewertungsschere zwischen Value und Growth schließt sich mehr und mehr. Das zeigen auch die Zahlen. Die Gewinnerwartungen von Value-Aktien in den USA waren von 2016 bis Anfang 2022 um 42 Prozent gestiegen – die Kurse um „nur“ 50 Prozent. Growth-Aktien hingegen erlebten einen Anstieg der Gewinnerwartungen von 68 Prozent verbunden mit einer Kurssteigerung von 173 Prozent. Daher wartet Value jetzt darauf, schnell wieder aufzustehen und mit Wucht zurückzukommen.Gerade in Zeiten höherer Zinsen und steigender Inflation spielt das Value Investing seine Stärke aus. Das historische Alpha liegt in Phasen hoher Inflation bei mehr als sechs Prozent für Value. Neben Finanzwerten profitieren Industrie-, Energie- und Rohstofftitel besonders von einem Umfeld steigender Zinsen. Steigende Zinsen wirken sich auch auf den Abzinsungsfaktor für künftige Cashflows bei Aktien aus. Das ist positiv für Value- und Dividendenwerte, bei denen die Cashflows sicherer sind und eher in der nahen Zukunft liegen, und negativ für Growth-Werte mit Verlusten oder geringen Gewinne in der eher ferneren Zukunft, denn bei Value-Aktien handelt es sich in der Regel eher um Aktien mit kurzer Laufzeit. Und es bleibt somit dabei, dass Value-Aktien im aktuellen Hochinflationsszenario mit unsicheren Wachstumsaussichten widerstandsfähig sein können, weil die Cashflow-Unsicherheiten deutlich geringer sind. Hingegen können wachstumsorientierte und finanzierungsintensive Unternehmen in Zeiten höherer Inflation hart getroffen werden.

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Martin Klein in blauem Anzug und Krawatte
EXXECNEWS

Alles nachhaltig, oder was?!

„Nachhaltigkeitspräferenzen“ – ein Begriff, der aktuell mehr Fragen und Diskussionen auslöst als jedes andere Thema im Finanzbereich und das trotz Inflation, Tech-Crash und Krypto-Meltdown. Aber: Wer? Wann? Wie? Wo? Und was? Auf diese Fragen gibt Votum-Vorstand Martin Klein eine Antwort. Wer … muss sich mit der Nachhaltigkeitsthematik befassen? Jeder Anbieter, der Kapital- oder Versicherungsanlagen anbieten will, muss zu der Frage, wie sein Produkt die Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden bedient, Antworten liefern. Zukünftig sollen darüber hinaus Versicherer bei jedem Versicherungsprodukt, das heißt auch bei einer schlichten Haftpflicht- oder Hausratsversicherung, in der Beschreibung des Zielmarktes darlegen, inwieweit Nachhaltigkeitsmerkmale im Produkt vorhanden sind. Anbieter kommen daher an der Thematik nicht vorbei.Auch für Berater, die gegenüber ihrem Kunden eine Produktempfehlung, sei es für ein Kapital- oder ein Versicherungsanlageprodukt, aussprechen, müssen zukünftig im Rahmen der Geeignetheitsprüfung die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden ermitteln. Diese Verpflichtung gilt zudem auch für alle Vermögensverwalter. Nur wenn sich die Dienstleistung auf die bloße Vermittlung einer Kapitalanlage oder Versicherung beschränkt, sind weder Fragen nach dem Nachhaltigkeitspräferenzen zu stellen noch diesbezügliche Erläuterungen abzugeben.Dabei gilt jedoch zu beachten, dass diejenigen, die nur vermitteln wollen, dies gegenüber ihren Kunden sehr deutlich erklären müssen. Sollte der Anbieter des Produktes darüber hinaus Aussagen zu der Nachhaltigkeit seines Anlageprodukts machen, sind diese auch durch den Vermittler, im Rahmen der vor jeder Vermittlung durchzuführenden Produktprüfung, auf ihre Plausibilität zu prüfen. Wie weit diese Prüfungspflicht geht, werden die Gerichte entscheiden. Wann … beginnt die Fragepflicht? Für Vermögensverwalter, Bankberater und Versicherungsvermittler gilt die Pflicht zur Ermittlung der Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden bereits ab dem 2. August 2022. Dieses Datum wird trotz der Tatsache, dass maßgebliche regulatorische Grundlagen auch weiterhin fehlen, aller Voraussicht nach nicht mehr verschoben. Die Verschiebung bedürfte eines europäischen Gesetzesaktes in kürzester Zeit. Mit einem solchen sollte nicht gerechnet werden.Vermittler mit Erlaubnis nach § 34f Gewerbeordnung (GewO) sind, unabhängig davon, ob sie Investmentfonds, AIF oder Vermögensanlagen vermitteln, bis auf weiteres noch nicht gesetzlich verpflichtet, die Nachhaltigkeitspräferenzen ihrer Kunden zu erfragen. Dahinter steckt keine Logik, sondern schlicht ein Versäumnis des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums, das die notwendige Anpassung der Finanzanlagenvermittlerverordnung verschlafen hat.Das Ministerium hat aber auch derzeit einiges an Zusatzaufgaben bei der Sicherstellung der Energieversorgung und anderer durch den verachtenswerten russischen Angriffskrieg ausgelöster Themen zu stemmen – also schmeißen wir keinen ersten Stein, sondern nutzen die geschenkte Zeit zur weiterhin notwendigen Vorbereitung. Es gilt ausdrücklich: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Es bedarf lediglich einer klitzekleinen Ergänzung in § 16 Finanzanlagenvermittlerverordnung (FinVermV), um die Verpflichtung zur Erfassung der Nachhaltigkeitspräferenzen auch für die Anlageberater mit Erlaubnis nach § 34f GewO umzusetzen. Dies sollte in kürzester Zeit erfolgen. Bei angemessener Anstrengung der beteiligten Ministerien könnte bereits am 16. September 2022 im Bundesrat die entsprechende Verordnungsergänzung verabschiedet werden. Mit der Veröffentlichung der sodann neugefassten FinVermV wäre im vierten Quartal zu rechnen, ab dann sind sodann auch die §-34f-Berater verpflichtet, Nachhaltigkeitspräferenzen zu ermitteln. Wie … wird die Fragepflicht für §-34f-Berater ausgestaltet? Die Geeignetheitsprüfung wird für alle Banken, Vermögensverwalter, Versicherungsvermittler und auch §-34f-Berater die gleichen Erweiterungen erhalten. Die jetzt im August noch nicht betroffenen §-34f-Vermittler sollten nicht erwarten, dass ein deutscher Sonderweg eingeschlagen wird. Artikel 3 Absatz 2 der MiFID schreibt vor, dass Deutschland auch für diejenigen Vermittler, die der sogenannten Bereichsausnahme unterfallen, die gleichen verbraucherschützenden Regelungen erlassen muss, wie für alle anderen Finanzdienstleistungsinstitute. Es ist auch nicht sinnvoll, sich für einen Sonderweg einzusetzen. §-34f-Berater sollten gar nicht erst in den Verdacht einer Erbringung von Beraterpflichten zweiter Klasse kommen. Wer hier nicht erneut den Ruf nach einer Vereinheitlichung der Aufsicht unter der BaFin die Tür weit öffnen möchte, sollte sich daher bei der Äußerung seiner Wünsche zurückhalten. Bei der Ermittlung der Geeignetheit und der zu ihr gehörenden Nachhaltigkeitspräferenz gilt daher zwingend gleiches Recht für Alle. Wo … stellt sich die Frage zur Nachhaltigkeitspräferenz? Auch wenn in der aktuellen Diskussion der Eindruck entsteht, dass die Nachhaltigkeitspräferenz zukünftig das maßgebliche Anlagekriterium ist, wäre dies ein Beratungsfehler. Selbst bei einem Kunden, der eine hohe Affinität zur Nachhaltigkeit hat, sind seine Nachhaltigkeitspräferenzen nicht das entscheidende Anlagekriterium. Auch die europäischen Aufsichtsbehörden haben klargestellt, dass die klassischen und bereits heute im Rahmen einer Geeignetheitsprüfung zu ermittelnden Anlageziele den Vorrang haben. Das bedeutet: Erst, wenn die Risikobereitschaft, die beabsichtigte Anlagedauer und das Anlageziel ermittelt wurden, sind die Nachhaltigkeitspräferenzen des Kunden zu erfragen. Sollten diese Nachhaltigkeitspräferenzen nicht mit der Risikobereitschaft korrespondieren, darf es nicht zu einer Empfehlung durch den Berater kommen. Dazu ein Beispiel: Eine Vermögensanlage, die in den Erwerb und den Betrieb eines Schiffes investiert, das Plastikmüll aus dem Ozean sammelt und recycelt, darf nicht an einen Kunden vermittelt werden, der zwar eine Anlage mit 100 Prozent ökologischen Nachhaltigkeitsmerkmalen wünscht, jedoch nicht bereit ist, unternehmerische Risiken bis hin zum Totalverlust einzugehen. Die Nachhaltigkeitspräferenz ist daher ein Zusatz, nicht jedoch das ausschlaggebende Element einer Kapitalanlageentscheidung. Die Aufsichtsbehörden haben ausdrücklich vorgegeben, dass, sofern nach Ermittlung der Nachhaltigkeitspräferenzen für den Kunden keine passende Anlage gefunden werden kann, der Kunde aufgefordert werden darf, seine Nachhaltigkeitspräferenzen anzupassen. Er darf jedoch nicht aufgefordert werden, seine Risikobereitschaft anzupassen, um den von ihm gewählten Nachhaltigkeitspräferenzen folgen zu können. Was … muss der Kunde wissen und was muss erfragt werden? Einen nicht oder schlecht informierten Kunden sollte man nicht befragen – so das Credo der Aufsichtsbehörden EIOPA und ESMA. Diese fordern die Berater auf, den Kunden mit einfachen Worten und ohne Verwendung von Fachbegriffen darüber zu informieren, was Nachhaltigkeitspräferenzen bedeuten und wie sich Produkte mit Nachhaltigkeitspräferenzen von solchen ohne unterscheiden. Sie liefern dafür selbst jedoch keine einfachen Erklärungstexte. Der Votum Verband hat sich vorgenommen, einen solche kurze Erläuterung zu erarbeiten. Es ist zu erwarten, dass auch in den üblicherweise eingesetzten Basisinformationen über Wertpapiere und Kapitalanlage, wie sie von verschiedenen Verlagen angeboten werden, zukünftig Ergänzungen zum Thema Nachhaltigkeit erfolgen werden. Bei der sich erst auf diese Aufklärungsleistung anschließenden Fragestellung empfiehlt es sich, den Kunden zwar so offen wie möglich zu befragen, es ihm jedoch auch zu ermöglichen, Antworten zu geben, die dem Berater noch ein Angebot ermöglichen. In der Art der Befragung wird sich zukünftig im Markt eine Art Best Practice herausbilden.In der Einstiegsfrage soll der Kunde entscheiden, ob er bei seiner Kapitalanlage Nachhaltigkeitspräferenzen generell Berücksichtigung finden

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Foto eines Mikrofons
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„Aktuell besteht kein Grund zur Sorge“ –
Anbieter von Sachwertinvestments mit Platzierungsverlauf zufrieden

Auch im zweiten Quartal ist die Stimmung sowohl unter den Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) als auch bei den Anbietern von Vermögensanlagen weiterhin positiv. In unserer Quartalsumfrage zum 30. Juni 2022 zeigen sich alle Anbieter mit dem Platzierungsverlauf zufrieden. Neue Produkte stehen in den Startlöchern. Auch von Inflation und steigenden Zinsen sehen die Anbieter keine drohenden Rückschläge. Im Großen und Ganzen seien Sachwertinvestments auch in diesen Zeiten stark gefragt und ein Baustein gegen größer werdende Finanzierungslücken. Wie zufrieden sind Sie mit dem Platzierungsverlauf im zweiten Quartal? Marc Nagel, Geschäftsführer Buss-Capital-InvestWir sind mit der Platzierung sehr zufrieden. Wir konnten unsere Vermögensanlage „Buss Container 79“ erfolgreich platzieren. In der Zeit vom 01. März bis zum 1. Juni 2022 haben wir rund 14,7 Millionen Euro platziert. Das Volumen lag damit um etwa 50 Prozent höher als ursprünglich geplant. Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender Hahn GruppeUnser neuer Publikums-AIF „Hahn Pluswertfonds 179 – Baumarktportfolio“ ist seit Ende April 2022 im Vertrieb. Der geschlossene Immobilienfonds investiert in ein Portfolio aus Baumärkten. Wir sind mit der Nachfragesituation sehr zufrieden. Gerade in dem aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist das Interesse an wertstabilen und renditeorientierten Investments groß, was der positive Platzierungsverlauf eindeutig zeigt. Mathias Feld, Beteiligungsmanager Luana GroupDie Platzierung im zweiten Quartal verlief deutlich schwächer als erwartet, obwohl das aktuelle Marktpotenzial durch die energiepolitischen Rahmenbedingungen eindeutig für unser Geschäftsmodell sprechen. Den Bedarf nach unseren Konzepten belegt nicht zuletzt das Joint Venture „INP Energy GmbH“. Hier werden wir die energetische Versorgung von bis zu 94 Liegenschaften der INP Gruppe mit dem Fokus auf Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Speichertechnologie übernehmen. Malte Thies, geschäftsführender Gesellschafter der One GroupDas zweite Quartal verlief sehr zufriedenstellend. Unsere Produkte sind nach wie vor stark nachgefragt und rasch ausplatziert. Wir steuern in diesem Jahr – Stand heute – auf ein neues Rekordvolumen zu. Christian Drake, Geschäftsführer der Paribus Invest GmbHWir sind mit dem Platzierungsverlauf unseres Publikums-AIF Paribus Beschaffungsamt Bonn sehr zufrieden. Der Immobilienfonds erfreut sich sehr starker Nachfrage, bereits über 95 Prozent des einzuwerbenden Eigenkapitals wurden platziert. Wir erwarten eine Ausplatzierung im Juli 2022. In der Assetklasse Private Equity steht das Paribus Private Equity Portfolio noch bis Ende Dezember 2022 zur Zeichnung offen. Gordon Grundler, Vorstand Primus Valor AGIm zweiten Quartal hat unser Alternativer Investmentfonds „ImmoChance Deutschland 11 Renovation Plus“ 20 Millionen Euro an Kommanditkapital eingesammelt. Der Platzierungsverlauf gestaltet sich also als überaus positiv. Trotz der krisenbedingten Zurückhaltung der Anleger wissen unsere Investoren, dass Wohnimmobilien als Sachwert gerade in Zeiten der Inflation an Wichtigkeit zunehmen und historisch betrachtet mittel- und langfristig stets als Schutz vor Inflationsrisiken dienten. Alexander Schlichting, Vorstandsvorsitzender der Project Beteiligungen AGDer Platzierungsverlauf ist zufriedenstellend. Karsten Reetz Geschäftsführer der Reconcept GruppeDie Nervosität der Märkte angesichts von Lieferengpässen, steigender Inflation sowie der aktuellen geopolitischen Situation und der sich anbahnenden Gaskrise verunsichern auch Privatanleger. Das hat auch uns und unsere Vertriebspartner im zweiten Quartal bewegt und Kundengespräche maßgeblich bestimmt. Insofern haben wir uns das zweite Quartal anders vorgestellt. Doch unser Geschäftsverlauf ist trotz dieses Umfeldes voll auf Kurs, unsere Green Bonds entwickeln sich plangemäß und dies gilt natürlich auch für die Zinszahlungen an unsere nachhaltig investierenden Anleger. Insofern sind wir zufrieden. Norman Lemke, Vorstand der RWB PrivateCapital Emissionshaus AGWir sind sehr zufrieden. Die positive Platzierungsentwicklung der letzten Jahre setzt sich in 2022 weiter fort. Wir liegen signifikant über unseren Planungen für das erste Halbjahr. Es ist deutlich spürbar, dass Anleger in der aktuellen Gemengelage verstärkt auf produktive Sachwerte setzen. André Wreth, Vorstand Solvium Holding AGWir sind zufrieden mit dem Platzierungsverlauf. Wie sind Ihre Pläne für die kommenden Monate? Sind neue Produkte in Vorbereitung? Welche Assetklasse? Welches Volumen? Buss: Wir prüfen derzeit Nachfolgeinvestments, aber angesichts der aktuellen Marktunsicherheiten lassen wir uns hier bewusst Zeit. Es werden aktuell weniger neue Container bestellt. Das zeigt sich wiederum deutlich im Preis: Der Preis für neue 20-Fuß-Standardcontainer sinkt derzeit – mittlerweile zahlt man wieder weniger als 3.000 US-Dollar – und es ist noch nicht absehbar, auf welchem Niveau eine Bodenbildung erfolgen wird. Deshalb stehen wir aktuell Investitionen in neue Container vorsichtig gegenüber. Wir prüfen Investitionen ohne Zeitdruck und werden erst ein neues Produkt auflegen, wenn der Markt einen guten Einstiegszeitpunkt bietet. Hahn: Im Privatkundengeschäft ist aktuell noch kein weiterer Fonds in der Planung. Im institutionellen Fondsgeschäft beschäftigen wir uns mit der Auflage eines offenen Spezial-AIF, der sich mit seiner Anlagestrategie an Nachhaltigkeitsmerkmalen orientieren wird. Hier gibt es noch keinen festen Starttermin. Luana: Der ökologische Energieversorger Luana wächst. Über die strategischen Joint Venture sicheren wir uns eine attraktive Projektpipeline. Insgesamt werden unsere Lösungen verstärkt nachgefragt und das deutlich vor den rasant gestiegenen Preisen für fossile Brennstoffe. Das neue Preisniveau wirkt wie ein Katalysator und führt zu einem konsequenteren Umstieg auf Erneuerbare Energien. Aus dem Unternehmenswachstum resultiert Finanzierungsbedarf. Dafür werden wir diversifizierte Lösungen schaffen, die ein jährliches Finanzierungsvolumen zwischen acht bis zwölf Millionen Euro abdecken. Eine öffentlich angebotene Vermögensanlage werden wir dafür bis auf weiteres nicht konzipieren. Inzwischen bietet das Wertpapierprospektgesetz großartige Möglichkeiten, die für uns interessant sind. One Group: Kapitalanlagen, die mit Mezzanine-Kapital in die Finanzierung von Projektentwicklungen investieren, zählen zu unserem Kerngeschäft. Ergänzend dazu verfolgen wir dank der umfangreichen Projektpipeline der Soravia neue Investitionsansätze. So bieten wir unter anderem institutionellen und semiprofessionellen Investoren demnächst einen Spezialfonds (AIF) an, der in eine langfristig vermietete Bestandsimmobilie investiert. Das Eigenkapitalvolumen des Fonds beträgt etwa 22 Millionen Euro.Als erfahrener und großer Investment- und Assetmanager mit einer 5,6 Milliarden Euro umfassenden Projektpipeline entwickeln wir daher unsere Produktpalette kontinuierlich weiter. Paribus: Wir werden im Jahr 2022 einen weiteren Publikums-AIF in der Assetklasse Immobilien auflegen. Primus Valor: Die Platzierungsfrist unseres aktuellen AIFs „ICD 11 R+“ läuft bis 31. Dezember 2022. Wir rechnen mit einem bis dahin eingesammelten Kommanditkapital in Höhe von über 100 Millionen Euro. Bisher wurden bereits Immobilienankäufe in Höhe von 130 Millionen Euro getätigt, weitere Ankäufe sollen im zweiten Halbjahr erfolgen und das Kapital der Anleger somit schnell und konstant angelegt werden. Project: Am 1. Juli startet unser neuer Einmalzahlungsfonds „Metropolen 22“ in die Platzierung. Es handelt sich wie für unser Haus üblich um einen Immobilienentwicklungsfonds mit Schwerpunkt Wohnen. Das Zielvolumen liegt bei 50 Millionen Euro. Reconcept: Wir wollen die Chancen

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